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Geberkonferenz in Brüssel muss verlässlich unterstützen

Syrien: Schwindende Aufmerksamkeit gefährdet humanitäre Hilfe

Nach zwölf Jahren Bürgerkrieg und den schweren Erdbeben im Februar ist die Lage in Syrien verheerend. Durch Inflation und Wirtschaftskrisen steigt die Armut, während internationale Hilfe abnimmt. Anlässlich der Geberkonferenz für Syrien am 14./15. Juni in Brüssel drängt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, auf verlässliche finanzielle Zusagen.

„Noch nie waren in Syrien seit Ausbruch des Bürgerkriegs so viele Menschen in Ungewissheit darüber, was sie morgen essen sollen. Mehr als die Hälfte der 22 Millionen Einwohner sind von Ernährungsunsicherheit bedroht. Doch statt das Engagement zu erhöhen, werden Hilfsleistungen gekürzt, weil das Geld nicht reicht. Die internationale Gemeinschaft muss in Brüssel gegensteuern und ausreichend finanzielle Mittel bereitstellen, um für Millionen Menschen humanitäre Hilfe leisten zu können“, sagt Martin Keßler.

Die finanzielle Unterstützung von humanitären Hilfsprogrammen in Syrien und den Nachbarländern ist rückläufig. Im vergangenen Jahr konnten nur 49 Prozent der benötigten Mittel aufgebracht werden. Die Folgen sind markante Kürzungen bei Lebensmittelrationen und Hilfsleistungen für Geflüchtete, die zumeist in Lagern leben. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind ausschließlich die geplanten Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Erdbebenhilfe finanziell gesichert. Von umgerechnet mehr als fünf Milliarden Euro, die unabhängig davon in diesem Jahr benötigt werden, hat die internationale Gemeinschaft jedoch erst zwölf Prozent aufgebracht.

„Wir dürfen nicht glauben, dass die kurze weltweite Aufmerksamkeit nach den Erdbeben und die finanziellen Zusagen für die Erdbebenhilfe die Krise in der Region lösen. Bereits vor dieser Katastrophe waren 90 Prozent der Menschen in der syrischen Erdbebenregion auf humanitäre Hilfe angewiesen. Deren Not hat sich nochmal vertieft“, so Keßler weiter.

Während 6,6 Millionen Syrer:innen im eigenen Land vertrieben sind, haben 5,3 Millionen Zuflucht vor allem in den Nachbarländern gesucht. Besonders schwierig ist die Lage syrischer Geflüchteter im Libanon und auch der Türkei. Beide Länder haben mit einer hohen Inflation und Wirtschaftskrise zu kämpfen. In mehreren Nachbarländern steigt zusehends der Druck für eine Rückkehr der Geflüchteten in ihre Heimat, doch die Bedingungen dafür sind nicht gegeben.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden:

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin

Evangelische Bank

IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02

BIC: GENODEF1EK1

Stichwort: Flüchtlingshilfe Syrien

Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

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Bild von Tommy Ramm

Tommy Ramm

Pressesprecher Diakonie Katastrophenhilfe

+49 30 65211 1225tommy.ramm@diakonie-katastrophenhilfe.de