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Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt mit Geld aus Härtefall-Fonds

Stromkosten belasten Betroffene der Hochwasserkatastrophe

Die steigenden Energiepreise belasten Betroffene der Hochwasserkatastrophe aus dem Jahr 2021 zusätzlich. Beim Trocknen der feuchten Häuser sind enorme Mehrkosten entstanden, mit denen heute viele Menschen konfrontiert sind. Die Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) hilft den Menschen aus einem Härtefall-Fonds mit finanziellen Mitteln, und fordert sie zudem auf, Hilfen zum Wiederaufbau in Anspruch zu nehmen.

„Aktuell erreichen uns vermehrt Hilfegesuche von Betroffenen aufgrund der zusätzlichen Energiekosten. Viele Menschen sind nach den immensen Hochwasserschäden schlichtweg nicht in der Lage, die Beträge zu begleichen, die etwa durch den Einsatz von Bautrocknern oder mobilen Heizgeräten verursacht wurden“, sagt Markus Koch vom mobilen Hochwasserteam Eschweiler.

Das verheerende Hochwasser hatte im Juli 2021 mehr als 180 Todesopfer gefordert, die Schäden an Häusern und Infrastruktur gingen in die Milliarden. Die Diakonie Katastrophenhilfe RWL hat zehn mobile Teams im gesamten Flutgebiet im Einsatz, um betroffene Menschen zu erreichen und finanzielle Hilfen anzubieten. Im Fall der zusätzlichen Energiekosten greifen Härtefall-Hilfen, die Menschen in besonderen Notlagen unterstützen.

Markus Koth, Fluthilfekoordinator der Diakonie-Katastrophenhilfe, erklärt: „Auch wenn Betroffene des Hochwassers bereits Leistungen vom Land oder der Versicherung für entstandenen Sachschaden erhalten haben, können wir in besonderen Härtefällen, wie dem erhöhten Energieverbrauch durch Bautrockner oder Heizgeräte, nach sorgfältiger Prüfung mit Spendengeldern unterstützen. In den vergangenen vier Wochen bearbeiteten unsere mobilen Hochwasserteams rund 30 Anträge auf Übernahme zusätzlich entstandener Kosten - und es kommen immer neue Anfragen hinzu. Dennoch wissen viele Menschen immer noch nicht, dass wir in dieser schwierigen Situation mit Spendengeldern helfen können.“ Für die Härtefall-Hilfen stellt die Diakonie Katastrophenhilfe RWL insgesamt rund eine Million Euro bereit.

Elena Weber von der Hochwasserhilfe der Diakonie RWL ergänzt: „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Anträge für den Wiederaufbau einzureichen. Unsere mobilen Teams helfen sowohl bei Landesanträgen, als auch bei Anträgen für unsere eigenen Wiederaufbauhilfen. Wer jetzt die kalte Jahreszeit nutzt, um Anträge zu stellen, kann im kommenden Jahr direkt mit dem Wiederaufbau starten.“
 

Hintergrund Wiederaufbauhilfen:

Die finanzielle Unterstützung der Bundesländer für den Wiederaufbau deckt in der Regel nur 80 Prozent der Kosten ab. Über einen Online-Antrag können die Menschen bei der Diakonie Katastrophenhilfe RWL Geld für die verbleibenden 20 Prozent beantragen. Abhängig von der Höhe des Schadens an ihrem Wohnraum, der möglichen Förderung des Landes und ihrer finanziellen Bedürftigkeit können ihnen bis zu 25.000€ gewährt werden. In besonderen Härtefällen, wenn der Schaden bzw. der zu tragende Eigenanteil deutlich größer ist, kann eine weitere Hilfe beantragt werden.

Anträge für Wiederaufbauhilfen können unter folgendem Link gestellt werden:
www.diakonie-rwl.de/wiederaufbauhilfe

Anträge für Härtefall-Hilfen können unter folgendem Link gestellt werden:
www.diakonie-rwl.de/haertefallhilfen

 

Diakonie Katastrophenhilfe RWL:

Unter dem Namen Diakonie Katastrophenhilfe RWL haben sich die Diakonie Katastrophenhilfe und das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) in Kooperation mit der Evangelischen Kirche im Rheinland zusammengeschlossen. Unter einem Dach unterstützen die Organisationen Betroffene der Flutkatastrophe 2021 im gesamten Hochwassergebiet – von Hagen im Norden bis Trier im Süden. Neben mobiler Beratung und psychosozialer Unterstützung und Seelsorge bietet die Diakonie Katastrophenhilfe RWL finanzielle Hilfe für Betroffene in Form von Haushaltsbeihilfen, Wiederaufbauhilfen und Härtefall-Hilfen an.

 

Hinweis für Redaktionen
Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Diakonie Katastrophenhilfe:
Tommy Ramm - Pressesprecher, Tel.: 030 65211 1225,
tommy.ramm@diakonie-katastrophenhilfe.de

 

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Tommy Ramm

Pressesprecher Diakonie Katastrophenhilfe

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