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Humanitäre Hilfe in Kriegen und Konflikten

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es weltweit insgesamt weit über 200 Kriege. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft den Betroffenen, wo die Not am größten ist – ohne Vorbedingungen. Denn Neutralität und Unabhängigkeit sind gerade in gewaltsamen Konflikten unumgängliche Voraussetzung für humanitäre Hilfe.

Das humanitäre Völkerrecht erlegt allen Krieg führenden Parteien bindend auf, Zivilisten zu schonen und humanitäre Hilfe zu ermöglichen: Hilfsgüter, -transporte und -personen müssen prinzipiell verschont und geschützt werden, ihr Zugang zu den Hilfsbedürftigen darf nicht behindert werden. Beachtet wird dies jedoch immer weniger, stattdessen gewinnt der Gedanke einer engen Kooperation zwischen Militär und zivilen Hilfsorganisationen immer mehr an Faszination. Zivile Helfer als „weiche“ Komponente der Kriegsführung, um die Akzeptanz der kriegführenden Parteien in der Bevölkerung zu erhöhen, ihr nahe zu kommen und Informationen von ihr zu bekommen. Der humanitäre Gedanke gerät gerade durch solche Instrumentalisierungsversuche der westlichen Nationen immer mehr in Misskredit.

Gewaltfreiheit und humanitäre Hilfe als Gegensatz?

Macht es trotzdem Sinn, an humanitärer Hilfe festzuhalten? Der Rückhalt in Gesellschaft und Kirche schwindet – zu unpopulär ist der dahinter stehende Grundgedanke, die Gewalt zu zivilisieren, ihr Grenzen zum Schutz der Menschen einziehen zu wollen. Richtiger erscheint es, Gewalt grundsätzlich abzulehnen.

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe sieht Gewaltfreiheit als prioritäre Option, tut sehr viel zur Gewaltprävention, zur friedlichen Lösung von Konflikten, zur Herstellung von gerechtem Frieden. Gewaltfreiheit ist der Königsweg – aber dieser Weg prägt gegenwärtig nicht die Realität. Das Credo zum Gott geschenkten Lebensrecht eines jeden Menschen muss inmitten von Gewalt durchtragen – selbst wenn man sich die Hände schmutzig oder sich unbeliebt macht. Darum hält die Diakonie Katastrophenhilfe auch und gerade in Gewaltkonflikten an den Prinzipien der humanitären Hilfe fest und will das humanitäre Völkerrecht wieder gestärkt sehen.

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