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Die Diakonie Katastrophenhilfe verteilt mit anderen Organsiationen Hygienesets mit Seife, Zahnpasta sowie Kanister und Chlorlösung zur Wasseraufbereitung. Foto: LWF 

725 Familien erhalten außerdem Baumaterial und Werkzeug für den Wiederaufbau  Foto: LWF 

9.000 intern Vertriebene unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe aktuell. Foto: LWF 

Aufgrund der anhaltenden Gewalt und geschlossenen Grenzen ist es für die Helfer schwer, ihre Hilfsgüter in die Zentralafrikanische Republik zu bringen. LWF 

Mehr als 600.000 Menschen sind innerhalb der Zentralafrikanischen Republik auf der Flucht. Foto: LWF 

Zentralafrikanische Republik

Hilfe unter schwierigsten Bedingungen

Niedergebrannte Häuser, verlassene Dörfer – stumme Zeugen der humanitären Katastrophe, die sich zurzeit in der Zentralafrikanischen Republik abspielt. Seit dem gewaltsamen Putsch im Frühjahr 2013 herrscht Ausnahmezustand in dem kleinen Land im Herzen Afrikas. Mehr als 2,5 Millionen Menschen – über die Hälfte der 4,6 Millionen Einwohner – brauchen nach Angaben der Vereinten Nationen dringend Hilfe. Doch fast nirgendwo auf der Welt ist es für Hilfskräfte so schwierig und so gefährlich Hilfe zu leisten. „Unseren Partnern ist es im März erstmals gelungen, Hilfsgüter von Kamerun aus ins Land zu bringen“, berichtet Annika Jenner, bei der Diakonie Katastrophenhilfe für die Zentralafrikanische Republik zuständig, erleichtert.

Hunderttausende sind auf der Flucht. „Die meisten haben kein Wasser, keine Unterkunft und keine Vorräte mehr“, berichten die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe. Wochenlang waren die Grenzen geschlossen und die notleidenden Vertriebenen von Hilfe abgeschnitten. Gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund bringt die Diakonie Katastrophenhilfe von Kamerun aus Material ins Land, um Flüchtlinge in Ouham Pende und Nana Mambéré mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn schon bald beginnt die Regenzeit. Ein zweites Projekt unterstützt Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik, die in den benachbarten Tschad geflohen sind. In mehreren Camps nahe der Grenze verteilen die Helfer Decken, Matten, Kochgeschirr und anderen Alltagsbedarf, die den Neuankömmlingen die ärgste Not überstehen helfen.

Ein Land versinkt in Gewalt und Anarchie

Seit Dezember haben sich die Auseinandersetzungen zwischen den beiden verfeindeten Lagern in der Zentralafrikanischen Republik verschärft. Plünderungen, Brandanschläge und gegenseitige brutale Racheaktionen sind an der Tagesordnung. Verzweifelt suchen die Menschen im ganzen Land Schutz vor der ausufernden Gewalt. Allein in der Hauptstadt Bangui sind mehr als 200.000 Zivilisten auf der Flucht. Doch auch in den ländlichen Regionen haben Hunderttausende Menschen auf der Flucht vor der Gewalt ihre Dörfer verlassen, die Hälfte davon Kinder und Jugendliche. „Viele verstecken sich im Busch, unter katastrophalen Bedingungen“, berichtet Jenner. Die meisten haben bei der Flucht alles verloren. Auch in den Nachbarländern kommen immer mehr Flüchtlinge an. Über 300.000 Menschen sollen das Land seit Beginn der Kämpfe verlassen haben. Große Sorge macht den Hilfsorganisationen die Ernährungslage: Die letzte Ernte ist aufgrund der Kämpfe vielerorts ausgefallen, hinzu kommen Viehdiebstähle, Plünderungen von Saatgut, Werkzeug und Vorräten.

Hilfe im Tschad

Im Nachbarland Tschad organisiert die örtliche Partnerorganisation Hilfslieferungen für Menschen, die aus der Zentralafrikanischen Republik geflohen sind. Etwa 80.000 Menschen haben sich bisher über die Grenze gerettet. Doch die Zahl wächst mit jedem weiteren Kriegstag. Die bestehenden Flüchtlingscamps sind längst überfüllt. Die meisten Flüchtlinge schlafen gezwungenermaßen im Freien unter Bäumen, ohne ausreichenden Schutz vor der Witterung. In den Flüchtlingslagern Bélom, Amboko, Dosseye und Gondje geben die Einsatzkräfte des lokalen Partners Materialpakete mit Decken, Matten, Kochgeschirr und anderem Haushaltsbedarf aus, um die größte Not der Neuankömmlinge zu lindern. Insgesamt etwa 60.000 Menschen sollen so erreicht werden. Vorgesehen sind aber auch einkommensschaffende Maßnahmen, damit die Flüchtlinge ihre Versorgung selbst sichern können. Denn wann sie in ihre Heimat zurück können, ist angesichts der andauernden Gewalt ungewiss.

Interview Für ein Mindestmaß an Würde

Drei Fragen zur Nothilfe an Annika Jenner, bei der Diakonie Katastrophenhilfe für die Zentralafrikanische Republik zuständig  ...weiterlesen

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