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Die Mitarbeiterinnen von La Strada sind psychologische und sozialpädagogische Fachkräfte. Sie helfen bei der Suche nach Unterkünften, beraten zu Anträgen auf staatliche Unterstützungsleistungen oder sorgen dafür, dass Flüchtlingskinder am Zufluchtsort weiter zur Schule gehen können. Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Olga Kalaschnik ist die Vizepraesidentin von "La Strada" im "Hotline"-Raum. Die Telefon-Mitarbeiterinnen sind eine wichtige Anlausfstelle für die Fragen und Nöte der neu ankommenden Flüchtlinge. Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Jiwgenia ist selbst Flüchtling, sie stammt aus Slowjansk: „Ich habe es am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, die Heimat verlassen zu müssen und in eine unbestimmte Zukunft zu blicken“. Darum schloss sie sich in Kiew einer Studentengruppe an, die Flüchtlingen hilft, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Irina ist eine der vielen Psychologinnen von La Strada. Auch sie musste vor dem Krieg fliehen, aus Luhansk. "Viele Menschen, die geflohen sind, haben das Vertrauen in Schutz und Sicherheit verloren. Die Hauptaufgabe ist dann erst einmal, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen." Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Valentina und Irina demonstrieren im Büro von La Strada eine Übung, mit der sie in Flüchtlingsgruppen arbeiten. Es dient dazu, wieder Vertrauen zu anderen Menschen zu gewinnen.  Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Irina W. lebt mit ihren drei Kindern sowie ihrem Schwager und seinen Kindern in einem Zimmer der temporären Notunterkunft von "Station Kharkiv". Die Stoffrosen, die sie in der Hand hält, hat sie selbst produziert und versucht sich mit deren Verkauf ein kleines Einkommen zu schaffen. „Wir bekommen hier etwas zu essen und wissen, dass wir hier in Sicherheit sind. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.“ Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Valerie Kalinin ist mit seiner Frau und den drei Kindern aus Donezk geflohen. Dort lebten sie in der Nähe des stark umkämpften Flughafens. Vom Bahnhof in Charkiw sind sie direkt in die Tagesklinik gefahren, sie wussten bereits von der Unterkunft. „Wir sind froh, eine Unterkunft gefunden zu haben, die sich auch um Kinder mit Behinderungen kümmert und Erfahrung in dem Bereich hat“. Thomas Lohnes / Diakonie Katastrophenhilfe 

Partner der Diakonie Katastrophenhilfe

La Strada und Child Well Being Fund

La Strada engagiert sich seit 1998 im Bereich Advocacy, Geschlechtergerechtigkeit und gegen Menschenhandel. Seit dem Beginn des bewaffneten Konfliktes in der Ost-Ukraine hat die Organisation eine Notfall-Hotline für Flüchtlinge eingerichtet. Bisher konnte La Strada mehr als zweieinhalbtausend Flüchtlinge beraten. Außerdem kümmert sich die Organisation um die psycho-soziale Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen. Mit finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes konnte dieses umfassende Programm im Osten der Ukraine auf die Beine gestellt werden.

Für viele Vertriebene ist es wichtig, überhaupt erstmal eine Anlaufstelle für ihre Fragen und Nöte zu haben. Psychologische und sozialpädagogische Fachkräfte helfen bei der Suche nach Unterkünften, beraten zu rechtlichen Fragen und Anträgen auf staatliche Unterstützungsleistungen. Sie sorgen dafür, dass Flüchtlingskinder am Zufluchtsort weiter zur Schule gehen können und Kranke medizinische Hilfe erhalten. Und sie haben ein offenes Ohr für die Ängste und Sorgen der Menschen, die von einem auf den anderen Tag zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden sind. Und eigentlich nur eines wollen: wieder nach Hause.

Sicherheitstrainings in der Ost-Ukraine

Die Studentin Jiwgenia ist eine der Freiwilligen von La Strada, die die Informationen über die Hotline an Schulen verteilt. Sie ist selbst Flüchtling und stammt aus Slowjansk, eine Stadt im Osten des Landes. In Kiew schloss sie sich der Studentengruppe an, die Flüchtlingen hilft, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. „Ich habe es am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, die Heimat verlassen zu müssen und in eine unbestimmte Zukunft zu blicken“, sagt die junge Studentin.

Zusammen mit ihren Kommilitonen führt sie Trainings für Schülerinnen und Schüler vorwiegend in den von der Ukraine kontrollierten Dörfern und Städten der Regierungsbezirke Donezk und Luhansk durch. In den Trainings vermitteln sie Sicherheitstipps in Bezug auf nicht explodierte Munition und Minen, geben rechtliche Beratung zum Flüchtlingsstatus und verteilen die Poster und Karten mit der Notfall-Hotline. Bisher konnten in zehn Dörfern und Städten 40 Trainings für etwa 3.000 Kinder durchgeführt werden.

Psychologische Hilfe für Traumatisierte

Viele Anrufer und Anruferinnen fragen zudem gezielt nach psychologischer Unterstützung beziehungsweise nach Therapiemöglichkeiten. Diese Personen werden dann an eine der zahlreichen Juristinnen oder Psychologen von La Strada weitergeleitet.

Irina ist eine der vielen Psychologinnen von La Strada, die den Flüchtlingen hilft, das Erlebte zu verarbeiten und mit der neuen Umgebung zurechtzukommen. Manchmal bekommt sie ihre Klienten durch die Hotline zugewiesen, oder sie geht in eine der Flüchtlingsunterkünfte, um dort in Kontakt mit potentiellen Klientinnen und Klienten zu kommen. „Viele unserer Klienten erlitten multiple Traumata, durch getötete Verwandte, Bombeneinschläge in nächster Nähe, das Verlassen ihrer Häuser und Heimat. Ich bin selbst aus Luhansk geflohen und
weiß, wie schwer es ist, seine Heimat zu verlassen“, erzählt die junge Frau, die ihre Praxis in Luhansk wegen des Krieges aufgeben musste.

„Viele Menschen, die geflohen sind, haben das Vertrauen in Schutz und Sicherheit verloren. Oft fehlen ihnen zudem elementare Bedürfnisse, die in akuter Existenzangst münden. Die Hauptaufgabe ist dann erst einmal, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Zuerst versuche ich ihnen zu vermitteln, dass das, was sie fühlen, genauso ist, wie es in solch einer schweren Situation sein muss. Dass sie sich nicht schämen brauchen. Die nächsten Schritte der Therapie sind meinem Spezialgebiet, der Gestalttherapie, entnommen. Da geht es grundlegend darum, die Bewusstheit der Gefühle, Emotionen und Erfahrungen der Klienten zu verfeinern und zu schärfen. In unterschiedlichen Übungen und Techniken kann das dann gemeinsam mit dem Klienten angewandt werden“.

Notunterkünfte werden winterfest gemacht

Child Well Being Fund und die Diakonie Katastrophenhilfe haben außerdem erfolgreich zehn Notunterkünfte in Kharkiv Stadt vor allem mit Möbeln, Bettzeug und Heizgeräten ausgestattet. In einer Unterkunft der lokalen Organisation „Station Charkiw“, wurden aufgrund des Bedarfs 430 warme Socken für dort lebende Kinder und 150 Hygienekits verteilt, die teils in der Unterkunft leben.

Irina W. aus Gorlowka bei Donezk lebt mit ihren drei Kindern sowie ihrem Schwager und seinen Kindern in einem Zimmer der temporären Notunterkunft von "Station Kharkiv". Nachdem die Kämpfe immer näher an ihre Heimatstadt heran kamen, entschieden sie sich im November 2014 zu fliehen. Da die Großmutter krank ist, blieben ihr Mann und ihr Großvater jedoch in Gorlowka. In ihrer Heimat arbeitete sie als Schneiderin.

Die Stoffrosen, die sie in der Hand hält, hat sie selbst produziert und versucht sich mit deren Verkauf ein kleines Einkommen in Charkiw zu schaffen. „Wir erfuhren von Verwandten von dieser Unterkunft und bekamen sofort einen Platz. Wir bekommen hier etwas zu essen und wissen, dass wir hier in Sicherheit sind. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl. Doch schon bald werden wir nach einer neuen Unterkunft Ausschau halten, damit wir nicht dauerhaft mit sieben Personen in einem Raum leben müssen“, berichtet die dreifache Mutter.

Eine weitere der zehn Notunterkünfte, die von La Strada und der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt wird, ist eine Tagesstätte für Kinder mit psychischen Krankheiten, für einsame, alte Menschen, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose in Charkiw. Als immer mehr Flüchtlinge in die Stadt kamen, suchte La Strada nach weiteren Notunterkünften und fand diese Tagesstätte, die mit Betten, Heizungen, Raumtrennern und Kleiderständern ausgestattet wurde. Ende 2014 lebten dort sieben Familien, von denen drei Familien Kinder mit Behinderungen haben, die damit in das Angebot der Tagesklinik integriert werden konnten.

Ein Schutzraum auch für Kinder mit Behinderung

Valerie Kalinin, 51, ist mit seiner Frau und den drei Kindern aus Donezk geflohen. Dort lebten sie in der Nähe des stark umkämpften Flughafens. Viele ihrer Nachbarn waren bereits geflohen, bis sie ebenfalls das Nötigste zusammenpackten und mit dem Zug Richtung Charkiw flohen. Vom Bahnhof in Charkiw sind sie direkt in die Tagesklinik gefahren; sie wussten bereits von der Unterkunft. „Wir sind froh, eine Unterkunft gefunden zu haben, die sich auch um Kinder mit Behinderungen kümmert und Erfahrung in dem Bereich hat“, sagt Valerie. Denn sein siebenjähriger Sohn Vanja hat das Down-Syndrom. Die Familie lebt in einem Zimmer der Tagesklinik. Alle Kinder gehen zur Schule beziehungsweise in den Kindergarten. In Donezk wurde Vanja von Down-Syndrom-Spezialisten behandelt. Die Fachleute arbeiteten an seiner Motorik und förderten seine Kreativität. „Doch auch hier hat Vanja sich seit der Ankunft sehr schnell weiterentwickelt“, berichtet uns der Vater mit stolzem Blick. „Er liebt es, zu tanzen.“

Auch seine anderen Kinder haben sich mittlerweile an ihre neue Umgebung gewöhnt. „Anfangs hatte unser ältester Sohn Probleme, sich anzupassen. Jetzt hat er aber Freunde gefunden. Doch wenn die Kämpfe aufhören und die Gebiete wieder sicher sind, werden wir sofort nach Hause zurückkehren. Wir alle vermissen unsere Heimat sehr.“

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Ein Lebensmittelpaket für die Ernährung von Säuglingen kostet 37 Euro. Darin enthalten sind 1,2 Kilo Trockenmilch, Breipulver sowie verschiedene Gläser mit Früchtepüree und Gemüse- und Fleischbrei, ausreichend für einen Monat

Für 65 Euro kann ein Kleinkind komplett mit warmer Winterkleidung von warmen Pullovern, über Mütze, Schal und Handschuhen bis zu warmen Socken ausgestattet werden.

Mit 90 Euro können Sie einen Beitrag zur medizinischen Austattung einer Flüchtlingsunterkunft leisten. Diese kostet insgesamt 290 Euro.

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Elisabeth Grün hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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