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Kenia

Wasserholen statt Ferien

Zusammen mit der Partnerorganisation RACIDA versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe von der anhaltenden Dürre betroffene Menschen in der kenianischen Region Mandera mit Trinkwasser. Dadurch wird nicht nur das Überleben der Menschen gesichert – vor allem Mütter und Kinder werden von einer schweren Last befreit.

Zusammen mit der lokalen Partnerorganisation RACIDA versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe Menschen in Mandera mit Trinkwasser. Foto: Racida 

Viele Kinder wie Yakub und Ibrahim helfen ihren Eltern beim Wasserholen. Geduldig warten sie auf den Tankwagen. Foto: Racida 

Bleibt der Regen aus, versickern Wasserstellen und Brunnen. Die Wasserlieferung mit Tankwagen, sogenanntes Water Trucking, lindert die Not der Menschen. Foto: Racida 

Die Trinkwasserverteilung erleichtert den Menschen in Mandera den Alltag sehr. Statt vier bis fünf Stunden braucht Yakub nun nur noch eine Stunde zum Wasserholen.  Foto: Racida 

Immer wieder kommt es im Osten Kenias zu Dürren, die Menschen und Tiere bedrohen. Foto: Clemens von Heimendahl 

Die Sonne steigt über dem Dörfchen Guba auf, auch heute wird wieder ein heißer Tag. Yakub und Ibrahim, zehn und zwölf Jahre alt, stehen bereits Schlange an der Wasserausgabestelle ihres Dorfes. Jeder der beiden hält einen 20 Liter Kanister, damit helfen sie ihren Müttern beim Wasserholen. Die lokalen Organisation RACIDA bringt das Wasser mit Tanklastwagen ins Dorf.

Der Vater ist auf der Suche nach Weideland fortgezogen

Sie haben Glück: Die Ausgabestelle ist nur 350 Meter von ihren Häusern entfernt. Die Mitarbeiter von RACIDA fragen die beiden Jungs, warum sie und nicht ihre Mütter das Wasser holen. „Ich hole immer Wasser, wenn keine Schule ist“, erzählt Yakub. „Wenn der Kanister voll ist, lege ich ihn auf den Boden und rolle ihn nach Hause. Zum Tragen ist er zu schwer“. Während er Wasser holt, ist seine Mutter mit Gelegenheitsarbeiten beschäftigt, berichtet Yakub weiter. „Wenn meine Mutter nach Hause kommt, bringt sie meistens Essen mit – für meine vier jüngeren Geschwister, für meine Großmutter und für mich.“

Ibrahim erzählt, dass er das Wasser holt, weil seine Mutter auf dem Markt arbeitet. „Sie verkauft Perlen. Mein Vater ist auch nicht da, er ist mit unseren 16 Ziegen und zwei Kühen fortgezogen, auf der Suche nach Weideland. Hier ist es zu trocken.“

Yakub kann sich den gefährlichen Weg zur Wasserstelle sparen

Auf die Frage hin, wie ihnen die Trinkwasserlieferungen helfen, erzählt Yakub: „Das Wasserloch in vier Kilometern Entfernung ist schon lange ausgetrocknet. Das einzige Bohrloch ist in Hullow, das ist aber noch viel, viel weiter entfernt. Wenn ich dort hingehe, muss ich einen Eselkarren benutzen und dort sehr lange anstehen. Das schaffe ich nur, wenn mich jemand begleitet.“ Die Wasserstelle in Hullow ist etwa neun Kilometer von Yakubs Haus entfernt. Bevor die Wasserlieferungen von RACIDA und der Diakonie Katastrophenhilfe begannen, blieb dem Zehnjährigen nichts anderes übrig, als sich auf den langen Weg durch die sengende Hitze dorthin zu machen. Schließlich brauchten sie ja Wasser.

Mehr Zeit für die Hausaufgaben

„Meine Mutter braucht sich jetzt keine Sorgen mehr um mich zu machen, wenn ich Wasser holen gehe“, erklärt Yakub froh. „Ich brauche jetzt nur noch eine Stunde dafür, vorher war ich vier bis fünf Stunden mit dem Eselkarren unterwegs. Jetzt habe ich auch Zeit, meine Hausaufgaben zu machen, die unser Englischlehrer uns für die Ferien aufgegeben hat.“Den gleichen Leidensweg wie Yakub und Ibrahim gehen viele Kinder in Mandera. Alle, die älter als neun Jahre sind, helfen während der Schulferien und an den Wochenenden beim Wasserholen. Ihre Mütter sind damit beschäftigt, den Lebensunterhalt zu verdienen und das Einkommen der Väter aufzubessern. Das Hilfsprojekt der Diakonie Katastrophenhilfe erleichtert Frauen und Kindern im dürregeplagten Mandera das Überleben und erleichtert sie von der schweren Last des täglichen Wassertragens.

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