Mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe lernen vertriebene Frauen, eigene Unternehmen aufzubauen. Unternehmerinnenausbildung, Mentoring und psychologische Begleitung helfen, Einkommen, Selbstvertrauen und Stabilität zurückzugewinnen.
Mehr als vier Jahre Krieg haben Millionen Menschen in der Ukraine zur Flucht innerhalb des Landes gezwungen. Viele vertriebene Familien zogen in relativ sicherere Regionen wie Kyjiw und die Zentralukraine. Sie ließen Häuser, Arbeit und sozialen Kontakte zurück. Der Zugang zu einem stabilen Einkommen, Wohnraum, Kinderbetreuung und psychologischer Unterstützung bleibt eine der größten Herausforderungen für die Familien. Besonders betroffen sind Frauen, die oft alleinstehend sind.
Mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe haben die Partnerorganisationen Ukrainian Child Wellbeing Fund und SILab Ukraine ein Programm für Frauen gestartet. 160 binnenvertriebene Frauen lernen, wie sie ein Kleinunternehmen aufbauen. Das Programm vermittelt eine praxisorientierte Unternehmerinnenausbildung. Kombiniert mit Mentoring, individueller Beratung und psychologischer Unterstützung beginnen Teilnehmerinnen, ihre Geschäftsideen zu verwirklichen.
Vertreibung und weiter bestehende Unsicherheit im familiären Alltag verursachen enormen emotionalen Druck. Deshalb ist neben dem praktischen Lernen auch psychologische Begleitung im Programm vorgesehen. In Gruppensitzungen eignen sich die Frauen Techniken an, mit Stress umzugehen und ihr emotionales Gleichgewicht nicht zu verlieren.
„Für mich geht es bei diesem Programm nicht nur um Arbeit oder Geschäftsideen. Es geht darum, meine Familie und meine Kinder wieder beständiger versorgen zu können und mehr Zuversicht für die Zukunft zu haben“, sagt Olena, eine vertriebene Mutter aus Donezk, die in der Region Kyjiw lebt.
Wie Olena empfinden viele Frauen. Für sie geht es bei der Suche nach Arbeit um mehr als monetäres Einkommen. Für sie geht darum, wieder Selbstvertrauen, Stabilität und ein Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben zu gewinnen.