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Prävention ist die wichtigste Maßnahme, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Kai M. Henning, Kontinentalverantwortlicher Afrika der Diakonie Katastrophenhilfe, spricht über den erneuten Ausbruch des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und bittet um Unterstützung.

Länge: 01:06 min | Datum: 27.08.2018

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DR Kongo

Soforthilfe nach Ebola-Ausbruch

Nachdem der Ausbruch im Westen des Landes erst am 25. Juli 2018 für beendet erklärt wurde, breitet sich die lebensgefährliche Krankheit Ebola jetzt im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gemeinsam mit ihrer Partneroganisation sofortige Nothilfe.

Erst Ende Juli 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation den Ebola-Ausbruch im Westen des Landes für beendet erklärt. Jetzt sind bereits 731 bestätigte Fälle in der DR Kongo registriert, 54 Ebola-Fälle sind wahrscheinlich. Weitere 165 Verdachtsfälle liegen vor. Mittlerweile sind 484 Menschen gestorben, von denen sich 430 nachgewiesen mit Ebola infiziert haben - bei den verbleibenden 54 gilt Ebola als wahrscheinlich. 246 Patienten konnten geheilt werden. Die Todesrate liegt damit bezogen auf die bestätigten Fälle momentan bei 59 Prozent, bezogen auf die Gesamtfälle bei 62 Prozent. 18 Gesundheitszonen sind betroffen.

Die aktuell am schwersten betroffenen Gebiete sind Katwa, Butembo und Beni. Zudem leben genau in Nord-Kivu 1,3 Millionen Menschen, die vor Kämpfen aus ihren Heimatdörfern fliehen mussten.

Mit diesen Fallzahlen ist der Ebola-Ausbruch seit dem 08. November der größte Ausbruch in der Geschichte der DR Kongo hinsichtlich der Anzahl der Fälle insgesamt. Der aktuelle Ausbruch ist zudem nach der Epidemie in Westafrika inzwischen der zweitgrößte der Geschichte. Die WHO schätzt die Ebola-Epidemie weiter als gefährlich und seine Entwicklung als unvorhersehbar ein. Ein Ende des Ausbruchs ist bislang nicht absehbar. Die Task Force Ebola in Kinshasa unter dem HCT geht davon aus, dass der Ausbruch bis mindestens Juni 2019 weitergehen wird.

Das Virus ist diesmal in einer Provinz der DR Kongo ausgebrochen, in der schwere bewaffnete Konflikte toben:

„Das macht es ungleich schwieriger als im Westen des Landes, Ebola schnell einzudämmen. Doch wir helfen in der Region schon seit vielen Jahren und haben ein Büro vor Ort. Deshalb konnten unsere erfahrenen Mitarbeiter sofort damit beginnen, unsere Hilfe zu planen“, erklärt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.


So helfen wir

Wir fokussieren uns jetzt auf Prävention. Nur so kann die Ausbreitung des Virus verhindert werden. Die Menschen brauchen dringend Hygieneprodukte und müssen darüber aufgeklärt werden, wie sich der tödliche Virus weiter verbreitet.

Daher sind wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort aktiv und haben unsere Maßnahmen weiter aufgestockt. Mit über 500 Laserthermometern führen wir an öffentlichen Plätzen Fieberscreenings durch, informieren und dokumentieren, verteilen Informationen zu Schutzmaßnahmen, errichten Vorrichtungen zum Händewaschen mit chlorhaltigem Wasser, bauen Brunnen und verteilen sauberes Wasserkanister zum sicheren Transport. In den Gesundheitszentren werden Notfall-Duschen und Latrinen errichtet.

Zusätzlich bieten wir Schulungen an, um Lehrpersonal, Polizisten, Mütter und religiösen Leitern über Gefahren und  Risiken aufzuklären.

So können Sie helfen

Damit wir diese Hilfe leisten können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir bitten Sie dringend um Spenden, um unsere Nothilfe zu unterstützen!

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So hilft Ihre Spende

Mit 16 Euro können 30 Stück Seife für die Handwaschanlagen in öffentlichen Gebäuden gekauft werden.

Der Bau einer öffentlichen Dusche kostet 166 Euro.

Mit 220 Euro kann eine öffentliche Latrine gebaut werden.

Sie haben Fragen?

Elisabeth Grün hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Diakonie Katastrophenhilfe...

...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

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Seit 1993 bescheinigt uns das DZI-Gütesiegel jedes Jahr erneut den verantwortungsvollen und satzungsgemäßen Umgang mit Spendengeldern und angemessene Verwaltungsausgaben.

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