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Demokratische Republik Kongo

Soforthilfe nach Ebola-Ausbruch

Katastrophenvorsorge Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 10.09.2026
Eine Frau wäscht ihre Hände

Seit Mai 2026 gibt es einen neuen Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite einstuft. Nach Angaben der lokalen Behörden sind inzwischen rund 3.000 Menschen gestorben und 6.000 erkrankt. Das Virus hat sich auf sechs Provinzen ausgebreitet und ist damit der bislang größte Ausbruch in der DR Kongo. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort und unterstützt seit Juni ein Projekt zur Prävention von Ebola.

Ebola ist bereits mehrfach in der Vergangenheit in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Jetzt in 2026 liegt das Epizentrum in der nordostkongolesischen Provinz Ituri. Erste Fälle wurden auch in der Provinz Nord-Kivu mit der Hauptstadt Goma bestätigt, in der die Diakonie Katastrophenhilfe ein Projektbüro unterhält. Das Nachbarland Ruanda hat seine beiden Grenzübergänge zu Goma geschlossen, um die Ausbreitung durch Grenzübertritte zu verhindern. Schutzmaßnahmen können flächendeckend kaum eingehalten werden. Daher ist Prävention, Risikoaufklärung und die Einbindung der Bevölkerung in alle Schutzmaßnahmen wichtig, um die Ausbreitung zu stoppen.

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  • Die Partnerorganisationen führen mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe in acht Gesundheitszentren in den betroffenen kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, Infektionskontrollen durch. Dafür erhält das Gesundheitspersonal persönliche Schutzpakete, die unter anderem Handschuhe, Masken, Schutzanzüge sowie Desinfektionsmittel enthalten.
  • 120 Gemeindeeinrichtungen und Schulen bekommen Hygieneartikeln sowie Material zur sicheren Wasserversorgung, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aufklärungsteams schulen 500 Mitglieder von Gemeindevertretungen und Gesundheitskomitees zu den Übertragungswegen des Virus und notwendiger Prävention. Begleitend werden Radiospots gesendet, um die Menschen zuhause aufzuklären.
  • Parallel verstärken die Partnerorganisationen die psychosoziale Unterstützung. Sie sprechen mit den Menschen über die Angst vor einer Ansteckung oder helfen nach dem Verlust von Angehörigen. Um eine Ausbreitung des Ebola-Virus auf den Südsudan zu unterbinden, findet auch dort Aufklärungsarbeit statt. Eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe geht dafür an grenznahe Schulen und öffentliche Plätze und informiert die Menschen.
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Nachrichten aus dem Projekt
An einer Handwaschstation in der Gesundheitszone Sake, die von Partnerorganisationen TPO zur Prävention der Ebola-Viruserkrankung eingerichtet wurde, wird Fieber gemessen

Fieberkontrollen an Gesundheitsstationen ermöglichen, Ebola Verdachtsfälle früh zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen, bevor die Krankheit sich ausbreitet.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 15.09.2026
An einer Handwaschstation in der Gesundheitszone Sake, die von Partnerorganisationen TPO zur Prävention der Ebola-Viruserkrankung eingerichtet wurde, wird Fieber gemessenAubin Mukoni

Infektionsketten durch Fiebermessen unterbrechen

Fieberkontrollen an Gesundheitsstationen ermöglichen, Ebola Verdachtsfälle früh zu erkennen und Infektionsketten zu unterbrechen, bevor die Krankheit sich ausbreitet.

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Vom 10.09.2026
Dr. Josue Ibulungu, Landesbüroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe

Interview: Ebola-Ausbruch in der DR Kongo-„Die materielle Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen wurde verbessert, dennoch bestehen weiterhin große Herausforderungen“

In der DR Kongo grassiert der bislang größte Ausbrauch des Ebolavirus in der Geschichte des Landes. Die Zahl der Infizierten und die Todesfälle steigen weiter. Nach einem ersten Hilfsprojekt hat die Dia-konie Katastrophenhilfe Präventionsmaßnahmen in alle laufenden Projekte vor Ort integriert und be-reitet weitere Hilfe vor. Wir sprachen mit Dr. Josué Ibulungu, dem Leiter des Projektbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Goma, über die aktuelle Lage.

 

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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