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Prävention ist die wichtigste Maßnahme. Wie wichtig Hygiene ist lernen auch Teilnehmerinnen eines Ernährungskurses in der Provinz Kasaï. Christoph Püschner 

Dank der Notfallduschen und provisorischen Toiletten in den Gesundheitszentren kann eine generelle Hygiene sichergestellt werden. 

Saubere Wasserkanister ermöglichen die Grundversorgung der Menschen in den betroffenen Regionen.

Nur durch Aufklärung an vielbesuchten Orten wie diesem Krankenhaus kann über die Gefahren, Risiken und die Ausbreitung von Ebola ausreichend aufgeklärt werden.

Die Verwendung moderner Fieberthermometer und -messgeräte gibt frühzeitig Hinweise auf eine mögliche Erkrankung an Ebola.

Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo

Kai M. Henning, Kontinentalverantwortlicher Afrika der Diakonie Katastrophenhilfe, spricht über den erneuten Ausbruch des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und bittet um Unterstützung.

Länge: 01:06 min | Datum: 27.08.2018

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DR Kongo

Soforthilfe nach Ebola-Ausbruch

Nachdem der Ausbruch im Westen des Landes erst am 25. Juli 2018 für beendet erklärt wurde, breitet sich die lebensgefährliche Krankheit Ebola jetzt im Osten der Demokratischen Republik Kongo aus. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation sofortige Nothilfe.

Erst Ende Juli 2018 hat die Weltgesundheitsorganisation den Ebola-Ausbruch im Westen des Landes für beendet erklärt. Aktuell liegen bereits 1.207 bestätigte Fälle in der DR Kongo vor, bei denen die Krankheit nachweislich bestätigt wurde. 8 Verdachtsfälle liegen in Goma vor. Es sind bereits mehr als 821 Menschen gestorben, von denen sich 755 nachgewiesen mit Ebola infiziert haben - bei den verbleibenden Verstorbenen gilt Ebola als wahrscheinliche Todesursache. 374 Patienten konnten bisher geheilt werden. Die Todesrate liegt damit bezogen auf die vorliegenden Fälle momentan bei 63 Prozent. Seit Beginn des Ausbruchs im Osten des Landes sind rund 20 Gesundheitszonen betroffen.

Die aktuell am schwersten betroffenen Gebiete sind Katwa, Butembo und Beni in der Provinz Nord-Kivu.

Mit diesen Fallzahlen ist der Ebola-Ausbruch seit dem 08. November der größte Ausbruch in der Geschichte der DR Kongo hinsichtlich der Anzahl der Fälle insgesamt. Der aktuelle Ausbruch ist zudem nach der Epidemie in Westafrika inzwischen der zweitgrößte der Geschichte. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Ebola-Epidemie weiter als gefährlich und die Entwicklung als unvorhersehbar ein. Die Task Force Ebola in Kinshasa geht davon aus, dass die Epidemie bis mindestens Juni 2019 weitergehen wird. Für viele Menschen vor Ort ist die permanente Gefahr durch Gewalt allerdings wesentlich relevanter als der Ausbruch der Ebola-Virus-Krankheit (EVD). Es bestehen weiterhin Befürchtungen, wonach sich der Ebola-Ausbruch auch auf Goma ausweitet, da die Epidemie bereits in Kayna südlich von Butembo angekommen ist. Allgemein nimmt die geografische Ausbreitung zu.

Das Virus ist diesmal in einer Provinz der DR Kongo ausgebrochen, in der schwere bewaffnete Konflikte toben:

„Das macht es ungleich schwieriger als im Westen des Landes, Ebola schnell einzudämmen. Doch wir helfen in der Region schon seit vielen Jahren und haben ein Büro vor Ort. Deshalb konnten unsere erfahrenen Mitarbeitenden sofort damit beginnen, unsere Hilfe zu planen“, erklärt Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe.


So helfen wir

Wir fokussieren uns jetzt auf Prävention. Nur so kann die Ausbreitung des Virus verhindert werden. Die Menschen brauchen dringend Hygieneprodukte und müssen darüber aufgeklärt werden, wie das tödliche Virus übertragen wird und was man gegen eine weitere Ausbreitung tun kann.

Daher sind wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort aktiv und haben unsere Maßnahmen weiter aufgestockt. Mit über 500 Laserthermometern führen wir an öffentlichen Plätzen Fieberscreenings durch, informieren und dokumentieren, verteilen Aufklärungsmaterial und Formulare zur Dokumentation der Fälle und statten Gesundheitszentren mit Artikeln zum Schutz vor Ansteckung des Personals aus. Zudem errichten wir Vorrichtungen zum Händewaschen mit chlorhaltigem Wasser, bauen Brunnen und verteilen saubere Wasserkanister zum sicheren Transport. In den Gesundheitszentren werden Notfall-Duschen und Latrinen errichtet.

Zusätzlich führen wir Schulungen durch, um die Bevölkerung im Projektgebiet und damit ganz gezielt Lehrpersonal, Polizisten, Mütter und religiöse Leiter über Gefahren und  Risiken der Übertragung des Virus aufzuklären.

So können Sie helfen

Damit wir diese Hilfe leisten können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Wir bitten Sie dringend um Spenden, um unsere Nothilfe zu unterstützen!

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So hilft Ihre Spende

Mit 16 Euro können 30 Stück Seife für die Handwaschanlagen in öffentlichen Gebäuden gekauft werden.

Der Bau einer öffentlichen Dusche kostet 166 Euro.

Mit 220 Euro kann eine öffentliche Latrine gebaut werden.

Sie haben Fragen?

Elisabeth Grün hilft Ihnen gerne weiter:
Tel.: +49 (0)30 65211-4711
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Diakonie Katastrophenhilfe...

...leistet seit 60 Jahren weltweit dort Hilfe, wo die Not am größten ist. Sie unterstützt Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Sie hilft unabhängig von Religion, Hautfarbe und Nationalität.

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