Der Krieg im Iran hatte Ende Februar auch die bewaffneten Auseinandersetzungen im Libanon neu entfacht. Vor allem im Süden des Landes mussten Hunderttausende ihre Heimat verlassen. Davon betroffen waren auch viele syrische Geflüchtete, die während des Bürgerkriegs in Syrien Schutz und Zuflucht im Nachbarland Libanon gesucht hatten.
Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) waren seit Anfang März dieses Jahres mehr als 115.000 Syrerinnen und Syrier aus dem Libanon in ihr Heimatland zurückgekehrt. Die meisten haben ihr gesamtes Hab und Gut im Libanon zurückgelassen und stehen in Syrien vor einer ungewissen Existenz, denn Erwerbsmöglichkeiten sind rar und es gibt zu wenig sanierten Wohnraum im vielerorts weiterhin zerstörten Syrien.
Um diesen Menschen die Situation zu erleichtern, verteilt BAHAR, eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, in Aleppo Stadt, Afrin und Atarib Bargeld an ankommende bedürftige Familien. BAHAR begleitet bereits seit mehreren Jahren intern Vertriebene des Bürgerkriegs und Betroffene der schweren Erdbeben von 2023, um mit ihnen bessere Lebensgrundlagen zu schaffen. Mit ungefähr 130 Euro können 725 Rückkehrerfamilien ihren dringendsten Bedarf decken.
Diese Unterstützung gibt den Rückkehrerfamilien nicht nur kurzfristig Sicherheit, sondern stärkt Perspektiven für einen neuen Anfang in ihrer Heimat, vor dem Millionen Menschen seit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 stehen.