K-PSE-2026-0031
Wiederherstellung der Gesundheit und Resilienz in Gaza: Ausbau des Zugangs zu Krebsbehandlung und medizinischer Grundversorgung
Gesundheit
The Lutheran World Federation – Jerusalem
Asien
01.01.2026 – 31.12.2028
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Hintergrund
Der anhaltende Konflikt im Gazastreifen hat zu einer gravierenden humanitären Krise und einem weitgehenden Zusammenbruch zentraler Versorgungssysteme geführt. Das Gesundheitssystem ist stark geschwächt: Nur ein Teil der Krankenhäuser und Gesundheitszentren ist noch eingeschränkt funktionsfähig, während es gleichzeitig an lebenswichtigen Medikamenten, medizinischen Verbrauchsgütern sowie an funktionierenden Kühlketten und diagnostischen Kapazitäten mangelt. Wiederholte Beschädigungen von Gesundheitseinrichtungen und der Verlust von medizinischem Personal haben die Versorgungslage zusätzlich verschärft. Besonders kritisch ist die Situation für chronisch kranke Menschen, etwa Krebspatient*innen, die kaum noch Zugang zu Diagnostik, Therapie oder Palliativversorgung haben. Gleichzeitig erschweren Unsicherheit, Zugangsbeschränkungen und Versorgungsengpässe die Bereitstellung humanitärer Hilfe erheblich. Schutzbedarfe nehmen weiter zu: Vertreibung, beengte Lebensverhältnisse und eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen führen insbesondere für Frauen und Kinder zu erhöhten Risiken, etwa in Bezug auf Gesundheit, Schutz und psychosoziale Belastungen. Insgesamt bleibt der humanitäre Bedarf extrem hoch, während die Handlungsspielräume für Unterstützung weiterhin stark eingeschränkt sind.
Hilfsmaßnahmen
Das Projekt wird gemeinsam vom Lutherischen Weltbund, dem Augusta Victoria Hospital (AVH) als technischem Hauptpartner und dem Al-Ahli Arab Hospital als lokalem Umsetzungspartner durchgeführt. Ziel ist es, den Zugang zu lebenswichtigen Krebsbehandlungen sowie zu grundlegender medizinischer Versorgung für die Bevölkerung in Gaza sicherzustellen.
Es werden 4.000 Patient*innen aller Altersgruppen, darunter viele Frauen mit Brust- und gynäkologischen Krebserkrankungen sowie Menschen mit besonderen Zugangshürden unterstützt. Zudem werden etwa 10 Gesundheitsfachkräfte geschult. Indirekt erreicht das Projekt rund 20.000 Haushalte von Angehörigen und Betreuungspersonen.