jetzt spendenspendenMenü öffnen

Hoffnung und Resilienz im Westjordanland

Projeknummer

K-PSE-2025-0298

Bezeichnung

Strengthening resilience in Conflict-Affected Communities and camps in West Bank: Improving Food Security, Livelihood, Health, Social Cohesion, and Disaster Preparedness with a Focus on Womens Empow.

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

International Orthodox Christian Charities, Inc.

Kontinent

Asien

Land

Palästinensische Gebiete

Gesamtlaufzeit

01.01.2026 - 31.12.2028

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Logo

Hintergrund
Die Menschen im Westjordanland leben unter schwierigen Bedingungen: Viele sind von Vertreibung, eingeschränkter Bewegungsfreiheit, Armut und unsicherem Zugang zu Lebensmitteln, Wasser und grundlegenden Dienstleistungen betroffen.  Besonders in ländlichen Regionen wird die Landwirtschaft – für viele Haushalte die zentrale Einkommensquelle – durch Wassermangel, zersplitterte Landflächen und eingeschränkte Marktzugänge erheblich erschwert. Besonders Frauen, Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen sind stark gefährdet. Frauen haben oft nur eingeschränkten Zugang zu Arbeit, Land und öffentlicher Teilhabe und sind erhöhten Risiken wie Armut oder geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Männer leiden unter Arbeitslosigkeit und Stress in der Familie. Menschen mit Behinderungen haben zusätzlichen eingeschränkten Zugang zu Unterstützung und Dienstleistungen. Insgesamt sind viele Gemeinschaften im Westjordanland daher besonders verwundbar.

Hilfsmaßnahmen
Gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe Jordanien und den Partnern IOCC und Juzoor setzt die Diakonie Katastrophenhilfe ein Projekt im Westjordanland um. Ziel ist es, vom Konflikt betroffene Gemeinden widerstandsfähiger zu machen und ihre Selbstständigkeit zu stärken. Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Verbesserung der Ernährungssicherheit: 1.000 Menschen erhalten Unterstützung für die eigene Lebensmittelproduktion, z. B. durch Saatgut, Werkzeuge, Gewächshäuser oder Vieh wie Geflügel und Schafe. Sie lernen praktische Fähigkeiten in Landwirtschaft und Tierhaltung, etwa Bewässerung, Fütterung oder Krankheitsvorbeugung. Zusätzlich werden 700 Haushalte beim Aufbau von Hausgärten unterstützt. Informationsangebote verbinden Ernährung, Lebensmittelproduktion und die Stärkung der wirtschaftlichen Rechte von Frauen.
  • Stärkung der wirtschaftlichen Perspektiven von Jugendlichen und Frauen: Jugendliche nehmen an praxisnahen Schulungen teil und erhalten befristete Arbeitsmöglichkeiten (Cash for Work, 450 Euro über fünf Monate), begleitet durch Beratung und Mentoring. Unternehmerinnen und Unternehmer werden z. B. in Marketing und Lieferketten geschult. 30 Genossenschaften und Kleinunternehmen erhalten Mikrozuschüsse und werden mit regionalen und internationalen Märkten vernetzt. Außerdem werden 10 Gemeinschaftseinrichtungen wie Wasserstellen oder Sanitäranlagen saniert.
  • Katastrophenvorsorge und Risikomanagement: Gemeinden werden dabei unterstützt, sich besser auf Krisen und Naturgefahren vorzubereiten. Dazu gehören Schulungen in Katastrophenvorsorge, Frühwarnung und Erste Hilfe, die Erstellung von 40 Risikokarten und praktische Maßnahmen wie Entwässerung oder Hochwasserschutz, die über Cash for Work umgesetzt werden. Informationsveranstaltungen stärken das Bewusstsein der Bevölkerung für Risiken und Vorsorge.
  • Gesundheit und Ernährungsbewusstsein: Gemeindegesundheitshelfer:innen werden ausgebildet und mobile Gesundheitsteams eingesetzt. Zehntausende Menschen erhalten Gesundheitsscreenings, medizinische Grundversorgung oder Überweisungen an Fachstellen. Aufklärungsveranstaltungen zu Ernährung, Hygiene und gesunden Lebensweisen sowie Gesundheitskampagnen (z. B. zu Brustkrebs oder Diabetes) ergänzen die Maßnahmen.
  • Stärkung der Rolle von Frauen: Das Projekt fördert die aktive Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen in den Gemeinden. Dazu gehören Dialoge mit lokalen Behörden, Austauschformate nur für Frauen, Schulungen zu Rechten, Führungskompetenzen und Gewaltprävention sowie Mentoring durch weibliche Vorbilder.

Der Partner der Diakonie Katastrophenhilfe, IOCC, führt die Aktivitäten in den Bereichen Ernährungssicherheit, Katastrophenvorsorge und Risikomanagement sowie Stärkung der Rolle von Frauen durch. Insgesamt profitieren fast 50.000 Menschen von dem Gesamtprojekt, 65 % davon sind Frauen.

Zurück