K-CAF-2025-4044
Assistance to populations affected by the Sudanese crisis in the north-east of the Central African Republic
Flucht und Vertreibung
Finn Church Aid (FCA)
Afrika
01.10.2025 - 31.05.2026
450.000 Euro
Hintergrund:
Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) ist von einer schweren humanitären Krise geprägt. Seit Beginn des Sudan-Krieges im April 2023 sind mehr als 45.000 Menschen aus dem Sudan über die Grenze in die ZAR geflohen. Die meisten Geflüchteten sind Frauen und Kinder und stammen aus der Region Darfur. Vor allem in der Grenzregion von Vakaga fehlen den Flüchtlingen Nahrungsmittel, Wasser, Sanitär- und Gesundheitsversorgung. Trotz einiger internationaler Organisationen vor Ort bleibt der größte Teil der Hilfsbedarfe ungedeckt. Besonders schwer leiden Menschen mit besonderen Bedürfnissen, wie etwa unbegleitete Minderjährige, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit schweren Gesundheitsproblemen.
Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt unterstützt Menschen mit besonderen Schutzbedarfen mit psychosozialer, rechtlicher und medizinischer Betreuung. Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt erhalten individuelle psychosoziale Unterstützung und werden bei Bedarf an entsprechende Gesundheitseinrichtungen weitergeleitet. Frauen und Überlebende geschlechtsspezifischer Gewalt nehmen außerdem an einkommensschaffenden Maßnahmen teil. Dadurch werden sie sozioökonomisch gestärkt und erhalten mehr Entscheidungskraft und Handlungsspielraum. Für den Start ihrer Erwerbstätigkeiten erhalten die Frauen finanzielle oder materielle Starthilfen. Psychologische Gespräche finden an eigens eingerichteten sicheren Orten statt, zudem erhalten die Frauen auch spezifische Hygiene-Kits.
Eine weitere Projektkomponente stärkt Frauengruppen und vermittelt Fähigkeiten für den Gemüseanbau. Geflüchtete Frauen erhalten Saatgut und Werkzeuge, um mit dem Anbau von Gemüse zu beginnen. Ergänzend werden lokale Autoritäten und Gemeindevertreter zu geschlechtsspezifischer Gewalt geschult und Aufklärungsarbeit auf Gemeindeebene gestartet. Für gefährdete Kinder wird ein besonderer Service eingerichtet, der sie an spezialisierte Einrichtungen verweist, zudem bekommen Kinder mit Behinderungen und Waisen Hilfen, um die Schule zu besuchen.
Insgesamt profitieren von den Projektmaßnahmen 4.470 Personen.