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Kolumbien

Zerstörung und Leid nach starkem Erdbeben

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 26.08.2026
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Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien erschüttert. Das Beben war in allen 32 Provinzhauptstädten zu spüren ‌und löste Evakuierungen aus. Es gab zahlreiche Verletzte und schwere Gebäudeschäden. Die Zahl der Toten steigt immer weiter. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist vor Ort und bietet psychosoziale Unterstützung für betroffenen Menschen an.

Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich am Montag, dem 10. August 2026, um 07:34 Uhr Ortszeit und brachte zahlreiche Gebäude zum Einsturz. Das Erdbeben war in einem riesigen Gebiet zu spüren, das sich über Hunderte von Meilen im Westen Kolumbiens erstreckte. Cali, Kolumbiens drittgrößte Stadt, die etwa 200 km vom Epizentrum entfernt liegt, war am stärksten betroffen.

Nach aktuellen Angaben der kolumbianischen Behörden sind 254 Menschen ums Leben gekommen. Rund 2.600 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen, und zwischen 3.000 und 4.100 Menschen gelten als vermisst. Die Zahl der obdachlos Gewordenen lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Es handelt sich um das stärkste Beben dieses Jahrhunderts in Kolumbien und es hat weitreichende Verwüstungen angerichtet. Die kolumbianische Regierung hat den nationalen Notstand ausgerufen, und der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete die Einrichtung eines Krisenstabs an. Dieser soll die Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden und die Hilfe für Betroffene koordinieren.

Als Aufnahmeland für über 2,8 Millionen venezolanische Flüchtlinge sowie für 7 Millionen kolumbianische Binnenvertriebene beherbergt Kolumbien eine der größten Flüchtlingsbevölkerungen weltweit. Das Erdbeben könnte die bestehenden Schutzrisiken für Menschen verschärfen, die sich ohnehin in einer prekären Lage befinden.

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  • Die Menschen stehen unter großem Schock und bangen um ihre Angehörigen. Erst vor wenigen Wochen haben sie erlebt, wie ein schweres Erdbeben das Nachbarland Venezuela erschüttert hat, und haben ihre Solidarität und Unterstützung bekundet. Nun stehen sie selbst vor den Trümmern ihrer Häuser. Deswegen unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die betroffenen Menschen gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen Tierra de Paz und Benposta und bietet psychosoziale Erste Hilfe an.
  • Benposta ist eine Kinderschutzorganisation mit Sitz in Buenaventura. Sie wird Kindern und Jugendlichen altersgerechte Spiele und Aktivitäten bereitstellen und ihnen so helfen, Stress zu bewältigen.
  • Tierra de Paz und Benposta ermitteln, was die Menschen in den schwer zugänglichen ländlichen Gebieten jetzt brauchen.
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