Zu den Inhalten springen
Home > GemeindenFürbitte

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Fürbitte für den 7. Sonntag nach Trinitatis, 10. Juli 2016

Verantwortlich leben in der Gewissheit des Wochenspruches:
So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. (Epheser 2,19)

 

Liturgin/Liturg:
Gott, Du Schöpfer allen Lebens, in dieser Wochen werden wir an dein Wort erinnert, das uns zusagt: Wir sind nicht mehr Fremde und Gäste, sondern wir sind Eingebürgerte gleich den Heiligen und Hausangehörigen in deinem Reich.
Wir bitten Dich, durchdringe uns mit deinem Geist, lass uns in dieser Gewissheit die Freude und Verantwortung für das Leben zeigen. Schärfe unseren Verstand, damit wir Lippenbekenntnisse erkennen. Öffne unseren Mund, damit wir Anwältinnen und Anwälte des Lebens sind.

Sprecherin/Sprecher:
Wir hören, die deutschen Rüstungsexporte haben sich innerhalb eines Jahres auf rund 7,86 Milliarden Euro fast verdoppelt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Bundesregierung die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Wert von 4,029 Milliarden Euro genehmigt. Rüstungsgüter gingen auch in Länder, die wie Algerien oder Saudi-Arabien für Menschenrechtsverletzungen bekannt sind.

Liturgin/Liturg:
Gott, Du Schöpfer allen Lebens, wir erkennen den Widerspruch, dass Waffenproduktion und Lieferung in Kriegsgebiete keine Bekämpfung von Fluchtursachen sind.
Wir singen bittend:
Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit, brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

Sprecherin/Sprecher:
Wir hören den Entwurf des Bundeshaushalts 2017 und erfahren, dass der Verteidigungshaushalt um 1,7 Milliarden Euro steigen soll. Der Etat des Entwicklungsministeriums steigt um 580 Millionen Euro. Um die internationalen Zusage, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren, müssten in diesem Jahr 1,5 Milliarden Euro zusätzlich für Entwicklung bewilligt werden und die Ausgaben bis 2020 Jahr für Jahr um weitere 1,5 Milliarden Euro steigen.

Liturgin/Liturg:
Gott, Du Schöpfer allen Lebens, wir erkennen den Widerspruch, dass Steigerung von Entwicklungshilfe auf internationalen Konferenzen versprochen wird, aber sich die Umsetzung im nationalen Haushalt nicht im gleichen Maße widerspiegelt.
Wir singen bittend:
Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit, brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

Sprecherin/Sprecher:
Wir hören von steigenden Abschiebungszahlen, immer weiteren Asylrechtsverschärfungen und zunehmend härteren Grenzkontrollen. Im Kirchenasyl setzen sich Christinnen und Christen für einen genauen Blick auf die einzelnen Menschen und ihre Geschichte ein und zeigen Menschenrechtsverletzungen und Verfahrensfehler auf. 451 Personen suchen im Juni in 284 Orten Kirchenasyl, unter ihnen sind 108 Kinder.

Liturgin/Liturg:
Gott, Du Schöpfer allen Lebens, wir erkennen den Widerspruch, dass der Asylantrag von Menschen aus Herkunftsländern, die als sicher eingestuft sind, in der Regel abgelehnt wird und der genaue Blick auf ihre Lebenssituation erst eingeklagt werden muss.
Wir singen bittend:
Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit, brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

  • © 2018 Diakonie Katastrophenhilfe.
  • Tel.: 030 65211-0.
  • Kontakt.
  • Anfahrt.
  • .
Ihre Spende an die Diakonie Katastrophenhilfe können Sie von der Steuer absetzen. Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. ist unter der Steuernummer 27/027/37515 als gemeinnützige Organisation anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit.