Im Februar 2022 überfiel die russische Armee die Ukraine. Seit bald fünf Jahren tragen lokale zivilgesellschaftliche Organisationen die Hilfe für die Bevölkerung. Um sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen, haben die Diakonie Katastrophenhilfe und die Diakonie Württemberg in den vergangenen Jahren deren Führungskräfte fortgebildet und ihre Vernetzung unterstützt.
Lokale zivilgesellschaftliche Organisationen tragen den größten Teil der humanitären Hilfe in der Ukraine: Sie betreuen Vertriebene, leisten psychosoziale Unterstützung, helfen beim Wiederaufbau zerstörter Gemeinden und erreichen Menschen in schwer zugänglichen Regionen. Dafür mussten sie neue Formen entwickeln, um mit dezentralen Strukturen und digitalen Werkzeugen die Zivilgesellschaft mobilisieren zu können. Viele Organisationen sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen und haben zusätzliche Aufgaben übernommen, für die die Führungsfähigkeiten, Organisationsstrukturen und langfristige Stabilität bislang nicht ausgelegt waren.
Die Diakonie Katastrophenhilfe und die Diakonie Württemberg haben deshalb ein Programm entwickelt, um organisatorische Kapazitäten und die Zusammenarbeit in Teams zu stärken, sowie die Führungskompetenzen der Leitungspersonen von lokalen ukrainischen Organisationen zu entwickeln. Die lokalen ukrainischen Organisationen wurden durch Schulungen und Netzwerktreffen unterstützt und dadurch ihre Zusammenarbeit verbessert.
Die Aufgaben für die Zukunft sind groß: zwischen Regionen, die stark vom Krieg betroffen sind, und solchen, die weniger von den Auswirkungen des Krieges spüren, müssen Brücken gebaut werden, sowie zwischen Zurückgekehrten, Geflüchteten und den Gemeinden vor Ort. Das Programm endete im Juni 2026. Die Teilnehmenden sind nun in der Lage, Allianzen zu bilden, gemeinsam Ressourcen zu mobilisieren und Erfahrungen sowie Fachwissen auszutauschen. Damit leistete die Initiative einen wichtigen Beitrag zu einem resilienteren humanitären Sektor in der Ukraine. Das Programm „Transformative Führungskompetenz und Organisationsentwicklung“ wurde mit Mitteln des baden-württembergischen Landtags, dem Donau‑Projektefonds des Staatsministeriums Baden‑Württemberg und der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ gefördert.