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Schutz in Krisenzeiten

Projeknummer

K-HTI-2026-9003

Bezeichnung

Sektorübergreifende Maßnahmen zum Schutz, zum Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und zur Koordinierung in Krisenzeiten in Haiti

Thema

Psychosoziale Hilfe und Schutz

Träger

Diakonie Aide Humanitaire Allemagne - Bureau Haiti

Kontinent

Amerika

Land

Haiti

Gesamtlaufzeit

01.05.2026 - 30.04.2027

Budget

803.333,33 Euro

Drittmittelgeber

Europäische Union (EU)

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Hintergrund
Haiti erlebt eine anhaltende, vielschichtige Krise mit politischer Instabilität, wachsender Gewalt durch bewaffnete Gruppen, wirtschaftlichem Zusammenbruch und zusammenbrechenden öffentlichen Diensten. Diese Lage hat zu weit verbreiteter Unsicherheit und massiver Binnenvertreibung geführt. Für 2026 werden 6,4 Millionen Menschen als hilfsbedürftig erwartet, das sind 400.000 mehr als 2025 (HNRP). Die meisten Haushalte haben kaum Ressourcen, um sich selbst zu versorgen. Gesundheit, Wasser und sanitäre Versorgung sowie Ernährung sind stark gefährdet. Besonders verletzlich sind Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderungen, Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinschaften. Schutzmechanismen funktionieren kaum noch; es gibt weit verbreitete Bedrohungen wie Erpressung, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Gewalt und willkürliche Tötungen. Zwischen Januar und September 2025 wurden über 7.400 Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt gemeldet, wobei 65 % der gemeldeten sexuellen Gewalt von bewaffneten Gruppen verübt wurden (GBV cluster). Die Situation verschlechtert sich weiter durch zerstörte Infrastruktur, eingeschränkten Zugang zu Hilfe und steigende Gesundheits- und Hygienerisiken.

Hilfsmaßnahmen
Das Projekt soll die Lebensbedingungen von Menschen verbessern, die in Haiti von Gewalt und anhaltenden Krisen betroffen sind, und ihre Verwundbarkeit verringern. Dazu wird in der Metropolregion Port-au-Prince (ZMPP) und in Belladère eine integrierte, inklusive und gut koordinierte Nothilfe geleistet. Das Projekt sorgt dafür, dass betroffene Menschen sicheren und gleichberechtigten Zugang zu Schutzmaßnahmen und psychosozialer Unterstützung erhalten. Damit sollen psychische Belastungen, Gewalt und erhöhte Schutzrisiken in Unterkünften für Vertriebene und in aufnehmenden Gemeinden verringert werden. Außerdem verbessert das Projekt den Zugang zur Gesundheitsversorgung, einschließlich körperlicher und funktioneller Rehabilitation sowie Unterstützung für Menschen mit Behinderungen oder mit einem Risiko für eine Behinderung. Darüber hinaus stellt es den Zugang zu sauberem Wasser, Sanitär- und Hygienediensten (WASH), Notunterkünften und lebenswichtigen Hilfsgütern sicher. Zusätzlich stärkt das Projekt die Koordinierung der humanitären Hilfe und fördert inklusive Strukturen. Außerdem wird eine schnelle Einsatzkapazität aufgebaut, um auf plötzliche Krisen und Notfälle reagieren zu können. Insgesamt werden 2.945 Menschen direkt von dem Projekt profitieren.

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