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Nothilfe nach den Erdbeben

Projeknummer

K-VEN-2026-4031

Bezeichnung

Notfallprogramm und grundlegende Dienstleistungen für die vom Erdbeben betroffenen Gebiete. Venezuela.

Thema

Erdbeben | Gesundheit | Psychosoziale Hilfe und Schutz | Wasser und Hygiene

Träger

Asociacion Civil Concentroccidente A.C.

Kontinent

Amerika

Land

Venezuela

Gesamtlaufzeit

21.07.2026 - 31.08.2026

Budget

217.805,00 Euro

Hintergrund
Am 24. Juni ereigneten sich innerhalb von nur 39 Sekunden zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag im Grenzgebiet der Bundesstaaten Yaracuy und Carabobo. Aufgrund der geringen Herdtiefe verursachten die Erdbeben erhebliche Schäden in mehreren nördlichen Bundesstaaten, insbesondere in La Guaira, Miranda, Aragua, Carabobo und Yaracuy. Die venezolanischen Behörden riefen den nationalen Notstand aus. Die Katastrophe traf auf ein Gesundheitssystem und eine öffentliche Infrastruktur, deren Kapazitäten bereits vor der Krise durch langanhaltende Belastungen eingeschränkt waren. Infolge der Erdbeben wurden zudem Wasserinfrastrukturen beschädigt, wodurch sich der Zugang zu sicherem Trinkwasser und grundlegenden Gesundheitsdiensten weiter verschlechterte und das Risiko wasserbedingter Krankheiten, insbesondere in Küsten- und stadtnahen Gemeinden, deutlich anstieg. Besonders betroffen sind vulnerable Haushalte, Kinder, schwangere Frauen sowie Menschen mit erhöhtem Gesundheits- und Schutzbedarf.

Projektmaßnahmen
Ziel des Projekts ist es, den Zugang zu sicherem Wasser, grundlegender Gesundheitsversorgung, lebenswichtigen Hilfsgütern und psychosozialer Unterstützung wiederherzustellen, um Gesundheitsrisiken zu verringern und das Wohlergehen der von den Erdbeben betroffenen Bevölkerung zu verbessern. Das Projekt umfasst Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH), Gesundheit, Schutz und psychosoziale Unterstützung (MHPSS) und wird von den Partnern Acción Campesina, AVESSOC, CESAP und Concentroccidente umgesetzt.  

Im WASH-Bereich wird die Wasserversorgung eines integrierten Gesundheitszentrums in Guarenas (Bundesstaat Miranda) wiederhergestellt, wovon rund 6.000 Menschen profitieren. Dazu gehören eine technische Schadensbewertung, die Beschaffung von Ersatzteilen, Reparaturarbeiten sowie regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität. Ergänzend werden zehn Handwaschstationen eingerichtet und die Trinkwasserqualität kontinuierlich überwacht. Darüber hinaus erhalten 1.044 besonders gefährdete Haushalte Wasserfilter. Die Verteilung wird von praktischen Schulungen zur Nutzung und Wartung der Filter sowie Nachbesuchen und Post-Distribution-Monitoring begleitet. Um grundlegende Bedürfnisse zu decken, werden 1.410 Hygienekits und 316 Lebensmittelpakete an besonders bedürftige Haushalte verteilt. Die Lebensmittelpakete enthalten unter anderem Süßgebäck, Weißbrot, Weizentortillas, Sardinen in Öl, Thunfisch in Öl und Obstmus. Im Bereich Schutz und psychosoziale Unterstützung werden insgesamt 50 Gruppensitzungen durchgeführt, ergänzt durch spielerische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche sowie psychosoziale Angebote für Einsatzkräfte. Besonders gefährdete Personen werden identifiziert, begleitet und bei Bedarf an spezialisierte Dienste weitervermittelt. Zur Wiederherstellung des Zugangs zu Gesundheitsdiensten werden sieben mobile Gesundheitseinsätze durchgeführt, die voraussichtlich rund 5.150 Menschen erreichen. Das Angebot umfasst Triage, medizinische Grundversorgung, Behandlung akuter Verletzungen und chronischer Erkrankungen, pflegerische Leistungen sowie die Versorgung von schwangeren Frauen, Kindern und anderen besonders gefährdeten Gruppen. Zudem werden humanitäre Einsatzkräfte unterstützt, die während der Erdbeben-Nothilfe von Unfällen betroffen sind.

Die Aktivitäten werden von Acción Campesina in Plaza (Bundesstaat Miranda), La Guaira (Bundesstaat La Guaira) und Girardot (Bundesstaat Aragua), von AVESSOC in Vargas (Bundesstaat La Guaira), Ambrosio Plaza (Bundesstaat Miranda) und Libertador (Distrito Capital) sowie von CESAP in Libertador (Distrito Capital) und Concentroccidente in Juan José Mora (Bundesstaat Carabobo) und Veroes (Bundesstaat Yaracuy) umgesetzt.

Insgesamt sollen rund 14.680 Menschen von den Maßnahmen erreicht werden.

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