K-DEU-2024-4059
Zukunft gestalten: Katastrophenvorsorge und Ehrenamt für die Helden von morgen
Katastrophenvorsorge
Diakonie Katastrophenhilfe
Europa
01.02.2025 - 30.04.2027
295.660,00 Euro
Hintergrund
Die Aufarbeitung der Ereignisse im Zusammenhang mit der Hochwasserhilfe im Jahr 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat gezeigt, dass die Menschen in Deutschland heutzutage nicht ausreichend auf Katastrophen vorbereitet bzw. vor ihren Folgen geschützt sind. Dies liegt zum einen daran, dass es den Menschen an Wissen darüber fehlt, wie sie sich selbst und ihre Mitmenschen bestmöglich schützen und vorbereiten können und welche Präventionsmaßnahmen im Umgang mit Katastrophenrisiken ergriffen werden können. Solche Maßnahmen können dazu beitragen, das Risikobewusstsein zu stärken und die Folgen möglicher Katastrophen einzudämmen. Gleichzeitig haben weitere Starkregenereignisse in Deutschland in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass auch staatliche Behörden und nichtstaatliche Katastrophenschutzorganisationen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Daher kommt der Eigenverantwortung der Bevölkerung eine zunehmend größere Bedeutung zu – insbesondere angesichts des Klimawandels und seiner konkreten Auswirkungen in Deutschland und weltweit.
Hilfsmaßnahmen
Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz von Gemeinschaften in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu leisten. Zu diesem Zweck wird Kindern und Jugendlichen entsprechendes Wissen über Möglichkeiten der Katastrophenvorsorge vermittelt. Diese sollen durch ein Bildungsangebot an Schulen erreicht werden. Informationen über Katastrophenvorsorge, Klimafolgenanpassung sowie die Rolle des Ehrenamts sollen auf spielerische Art und Weise in Form eines Lernerlebnisses vermittelt werden, das an bis zu 60 Schulen durchgeführt werden soll.
Dabei soll nicht nur die Bedeutung der persönlichen Katastrophenvorsorge im Fokus stehen (z. B. durch das Anlegen von Vorräten, das Verstehen und Nutzen digitaler und analoger Warnsignale und Warn-Apps sowie das Digitalisieren wichtiger Dokumente). Vielmehr soll auch ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass alle Menschen gleichermaßen vom Klimawandel betroffen sind – hier in Deutschland, aber auch im Globalen Süden. Durch die Kontextualisierung der Folgen des Klimawandels soll zudem die Handlungsfähigkeit und Verantwortlichkeit des Einzelnen verdeutlicht werden – sowohl im Hinblick auf das Leben in Deutschland als auch auf die Lebenssituation von Menschen weltweit und insbesondere im Globalen Süden. Da die Welt zukünftig zunehmend von Naturkatastrophen bedroht sein wird, wird es von unserer eigenen Resilienz und derjenigen der kommenden Generationen abhängen, wie stark wir von Katastrophen betroffen sein werden.
In dem Projekt wurde das Thema Katastrophenvorsorge in einer ersten Phase bereits als Lernerlebnis für Schüler*innen der 3. und 4. Klasse aufbereitet und an zehn Schulen durchgeführt. In einer zweiten Phase (August 2026-April 2027) soll das Projekt von der Infotainment GmbH überarbeitet und an bis zu 50 weiteren Schulen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz durchgeführt werden. Zur nachhaltigen Vertiefung der Inhalte wird zudem ein 16-seitiges Arbeitsheft für Schüler*innen entwickelt. Ergänzend dazu werden pädagogische Arbeitsblätter und Begleitmaterialien für Lehrkräfte konzipiert.
Insgesamt sollen 7.200 Kinder und Jugendliche sowie 720 Erwachsene direkt erreicht werden.