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Hygienische Versorgung für Flüchtlinge aus dem Sudan

Projektnummer

K-TCD-2026-4032

Bezeichnung

Stärkung und Förderung der WASH-Maßnahmen für sudanesische Flüchtlinge, Binnenvertriebene und aufnehmende Gemeinden in der Provinz Ouaddaï

Thema

Flucht, Vertreibung, Konflikt | Wasser und Hygiene

Träger

Sahel Kallatchou (SAHKAL)

Kontinent

Afrika

Land

Tschad

Gesamtlaufzeit

15.07.2026 - 15.01.2027

Budget

240.000 Euro

Hintergrund:
Seit April 2023 sind mehr als 900.000 Menschen vor den Gräueltaten des Krieges aus dem Sudan in den Tschad geflüchtet – die meisten sind Frauen und Kinder. Dabei gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt, die Lebenserwartung liegt durchschnittlich nur bei 55 Jahren. Allein in der Provinz Ouaddaï leben rund 55 Prozent der Neuankömmlinge in mehreren offiziellen Lagern, die zwischen 40.000 und 100.000 Menschen beherbergen. Ein Drittel der Flüchtlinge lebt in informellen Siedlungen.
Im Projektgebiet, im Departement Assoungha in der Provinz Ouaddaï, hat nur ein Drittel der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Hygieneversorgung. 64 Prozent der Bevölkerung müssen ihre Notdurft im Freien verrichten, was das Risiko von Epidemien wie der Cholera stark erhöht. Sauberes Trinkwasser gehört zu den größten Bedarfen der Menschen vor Ort. Durch den Ressourcenmangel entstehen Spannungen zwischen den Geflüchteten und der Aufnahme-bevölkerung. Gleichzeitig wirkt sich der drastische Rückgang der internationalen humanitären Hilfsgelder im Jahr 2025 negativ aus, beispielsweise mussten die Nahrungsmittelrationen in den Camps um 50 Prozent gekürzt werden. 
Für Frauen besteht zudem ein hohes Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere beim Wasserholen ist die Gefahr von Übergriffen groß. 
 

Hilfsmaßnahmen:
Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Sahel Kallatchou (SAHKAL) stärkt die Diakonie Katastrophenhilfe die Hygiene- und Sanitärbedingungen für 12.000 schutzbedürftige Menschen in der Gemeinde Metché der Provinz Ouaddaï. Für eine adäquate Trinkwasserversorgung werden sechs Brunnen saniert und 20 geschlechtergetrennte Doppellatrinen errichtet. Außerdem werden Hygiene-Sets an 1.000 Familien verteilt und Aufklärungskampagnen zu Hygienepraktiken gestartet. Die Wasserstellen werden künftig durch Wasserkomitees verwaltet, deren Mitglieder zu mindestens 40 Prozent aus Frauen bestehen. Dies sichert den gerechten Zugang zum Trinkwasser und erhöht zudem die Sicherheit für Frauen beim Wasserholen. Die Partner bilden zudem sechs Handwerker aus, die Reparaturarbeiten an den Brunnen vornehmen können und deren Funktion sichern. Ergänzt wird das Projekt durch Kleinstzuschüsse an die Gemeinden, die damit eigene Hilfsmaßnahmen für kommunale Initiativen umsetzen. 
Das Projekt verringert nachhaltig die Gesundheitsrisiken der Menschen, verbessert die Hygienepraktiken und stärkt den sozialen Zusammenhalt zwischen Flüchtlingen und der aufnehmenden Gemeinde. 

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