K-AMM-2026-9006
Strengthening Response Capacity in the Amazon Basin
Katastrophenvorsorge
Diakonie Apoyo en Emergencias Oficina Regional
Amerika
01.06.2026 – 30.05.2028
2.460.474,58
Europäische Union (EU)

Hintergrund
Die Amazonasregion ist von einer anhaltenden humanitären Krise geprägt, die durch Umweltzerstörung, Klimawandel, illegale Wirtschaften, bewaffnete Akteure und begrenzte staatliche Präsenz verschärft wird. Abholzung, Rohstoffabbau sowie häufigere Dürren und Überschwemmungen gefährden Lebensgrundlagen, verstärken Ernährungsunsicherheit und erschweren den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, insbesondere für indigene, ländliche und abgelegene Gemeinschaften. Die geografische Abgelegenheit vieler Gebiete, eingeschränkte Konnektivität und begrenzte institutionelle Präsenz erhöhen die humanitären Risiken zusätzlich und verzögern eine rechtzeitige und wirksame Hilfeleistung. Diese Krisendynamiken verschärfen bestehende soziale Ungleichheiten und erhöhen Schutzrisiken, insbesondere für Frauen, Mädchen und Kinder, die stärker von geschlechtsspezifischer Gewalt, Ausbeutung und eingeschränktem Zugang zu Unterstützung betroffen sind. Die Kombination aus Umweltkrise, Unsicherheit und schwachen Versorgungsstrukturen führt zu wiederkehrenden humanitären Bedürfnissen und übersteigt zunehmend die Bewältigungskapazitäten betroffener Gemeinschaften.
Hilfsmaßnahmen
Das Projekt stärkt nationale Partnerorganisationen, lokale Gemeinschaften und Behörden vor Ort im Amazonasbecken, damit sie besser auf Krisen vorbereitet sind und schneller sowie koordinierter reagieren können. Es unterstützt die Bewältigung wiederkehrender Natur- und von Menschen verursachter Gefahren in der Region, insbesondere Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und konfliktbedingte Gewalt. Das Projekt wird von einem Konsortium unter der Leitung der Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit World Vision und 3is umgesetzt. Die Durchführungspartner des Projekts sind die Diakonie Katastrophenhilfe in Kolumbien und Venezuela, PREDES (Partner der Diakonie Katastrophenhilfe) in Bolivien, Ecuador und Peru sowie World Vision in Peru und Brasilien. 3iS begleitet die Umsetzung des digitalen Koordinierungsmechanismus durch die begünstigten nationalen Organisationen während der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Notfallplänen.
Im Mittelpunkt stehen Schulungen, die Entwicklung und Erprobung von Notfallplänen, die Verbesserung von Koordinierungsmechanismen sowie die Unterstützung bei der Bewertung von Risiken und Bedürfnissen. Gemeinsam mit lokalen Akteuren werden Frühwarnsysteme, Notfallprotokolle und Kommunikationswege entwickelt, damit Gemeinschaften besser auf Gefahren wie Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände oder Konflikte reagieren können. Gleichzeitig fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Behörden und humanitären Akteuren durch gemeinsame Netzwerke, digitale Austauschplattformen und bessere Informationssysteme. Durch Trainings, praktische Übungen und die Begleitung von Notfallmaßnahmen werden lokale Strukturen langfristig gestärkt, sodass betroffene Bevölkerungsgruppen im Amazonasbecken in Krisensituationen schneller Zugang zu Hilfe erhalten.
Insgesamt werden 24 nationale Partnerorganisationen und 83 lokale Gemeinschaftsorganisationen an dem Projekt beteiligt sein. Durch die Maßnahmen werden rund 100.000 Menschen erreicht.