Die Sturzflut hat ganze Dörfer in Nepal weggespült, vielen Familien ihre Lebensgrundlagen genommen und Menschen wie Laxmi und Shanti obdachlos zurückgelassen.
Die Sturzflut hat in Nepal und Tibet eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ganze Dörfer wurden in Nepal weggespült. „Als die Flut kam, wurde mein zweistöckiges Haus mitsamt meinem gesamten Hab und Gut weggerissen. Ich konnte nichts mitnehmen. Wäre ich nur ein bisschen länger geblieben, wäre ich ebenfalls mitgerissen worden. Es ist nichts mehr übrig“, erzählt die 59‑jährige Laxmi Chitrakar aus Bidur.
Shanti Maya Tamang, 47 Jahre alt, war gerade nicht zu Hause und hielt sich im Nachbardorf auf, als sie die Flutwelle kommen hörte. Glück im Unglück: Zuhause fand Shanti wenig später alle Familienmitglieder wohlbehalten vor. Allerdings war ihr Haus weggespült und Teile des Stalls waren von Schlamm und Trümmern bedeckt. Die Büffel und Kühe der Familie konnten mit Hilfe von Nachbarn gerettet werden und überlebten die Flut knapp. Shanti sagt: „Wir sind jetzt obdachlos, haben kaum Kleidung oder Essen und wissen nicht, wie wir den bestehenden Kredit zurückzahlen oder ob staatliche Hilfe kommt.“
Die Mitarbeitenden von Finn Church Aid (FCA), einer Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe aus dem Netzwerk der ACT Alliance, stellen Bargeldhilfen zur Verfügung und verteilen Haushaltsgüter, Nahrungsmittel und Hygieneartikel. Damit bekommen Frauen wie Laxmi und Shanti eine Grundlage, um ihre Haushalte wieder aufzubauen oder auch Kredite zurückzuzahlen.