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Indonesien: Nothilfe ist weiterhin nötig

Vier Wochen nach Erdbeben und Tsunami

Berlin, 26.10.2018Vier Wochen nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami benennt Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien bei der Diakonie Katastrophenhilfe, die Herausforderungen der kommenden Wochen:

Durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami wurden etwa 70.000 Häuser zerstört, mehr als 200.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren. „Bald setzt in Indonesien die Regenzeit ein. Deshalb brauchen die Menschen dringend provisorische Unterkünfte und Planen, um sich vor dem Regen zu schützen“, sagt Frischmuth. Die Katastrophe hat vielerorts die Wasserleitungen und Stromverbindungen zerstört, daher können auch Wasserpumpen nicht betrieben werden: „Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen wird noch mindestens bis Dezember auf Wasserlieferungen von außen angewiesen ein.“

Viele Menschen sind auch aufgrund unzähliger Nachbeben traumatisiert und noch nicht in der Lage, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. „Deshalb legen wir mit unseren Partnern vor Ort einen Fokus auf die psychosoziale Unterstützung der Menschen“, so Frischmuth.

Die indonesische Regierung hat beschlossen, dass nur solche ausländischen Hilfsorganisationen im Land arbeiten dürfen, die ihre Hilfe über lokale Partner leisten. Frischmuth dazu: „Wir begrüßen das, weil die lokalen Strukturen dadurch gestärkt werden. Das wiederum wird dafür sorgen, dass indonesische Organisationen noch besser auf künftige Katastrophen reagieren können.“ Die Diakonie Katastrophenhilfe setzt ihre Hilfe in Indonesien über lokale Partnerorganisationen um.

Hintergrund
Zwei Erdbeben und ein Tsunami haben am 28. September die indonesische Insel Sulawesi erschüttert. Mehr als 2.100 Menschen sind ums Leben gekommen, zehntausende wurden verletzt. In den folgenden Wochen gab es über 600 Nachbeben. Insgesamt sind etwa 600.000 Menschen auf Nothilfe angewiesen. Indonesien liegt innerhalb des Pazifischen Feuerrings und wird daher sehr häufig von Erdbeben erschüttert.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet weiterhin um Spenden
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin,
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Erdbebenhilfe Indonesien
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/

Caritas international, Freiburg,
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe,
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Erdbeben Indonesien
Online unter: www.caritas-international.de

Hinweis für Redaktionen:
Für Interviewanfragen oder aktuelles Bildmaterial aus Indonesien wenden Sie sich bitte an die Pressestelle.

Pressekontakt:
Thomas Beckmann, Tel.: 030 65211 1443 oder 0174-1810175,
thomas.beckmann@diakonie-katastrophenhilfe.de

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