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Wir fordern: Kürzungen stoppen!

Die Bundesregierung plant massive Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und in der humanitären Hilfe. Wir protestieren dagegen und haben 100.000 Unterschriften überreicht.

100.000 Unterschriften überreicht

Für den Bundeshaushalt 2027 sollen die Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nochmals um etwa 600 Millionen Euro sinken. Die bereits halbierten Mittel für humanitäre Hilfe sollen stagnieren. Dagegen protestieren wir in einem Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und gemeinsam mit rund 100.000 Unterzeichner*innen unserer Petition. Die Unterschriften haben wir am 8. September 2026 in der Bundeshauptstadt Berlin an die Bundestagsfraktionen von SDU und SPD übergeben. In Empfang nahmen sie der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Matthias Miersch und der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Klaus Mack. Denn klar ist: Entwicklungszusammenarbeit hilft allen, in Würde und Frieden zu leben, auch hier in Deutschland.

Wir fordern von der Bundesregierung und den Mitgliedern des Bundestags:
  • Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe müssen verlässlich ausgestattet werden. Die hierfür international vereinbarte Mindestquote liegt bei 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Dieses Minimum müssen wir uns leisten.

  • Eine lebendige Zivilgesellschaft ist das Rückgrat jeder Demokratie – in Deutschland und weltweit. Entwicklungszusammenarbeit heißt, Menschen zu befähigen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Schützen Sie die Zivilgesellschaft.

  • Über Jahrzehnte gab es in Deutschland einen breiten Konsens über die Notwendigkeit von Entwicklungszusammenarbeit. Dieser Konsens darf nicht kurzsichtiger politischer Rhetorik geopfert werden. Solidarität und Nächstenliebe sind keine Fragen des Zeitgeists, sondern zwischenmenschliche Selbstverständlichkeiten.