Gesamtaufwendungen
Die Gesamtausgaben der Diakonie Katastrophenhilfe lagen im Berichtsjahr bei rund 75,3 Mio. Euro und waren somit rückläufig gegenüber 2024 (88,6 Mio. Euro). Den größten Anteil an den Gesamtkosten machte die Programmarbeit (86,6 %) aus. Auf Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung entfielen 13,4 %.
Die Projektausgaben beliefen sich im Berichtsjahr auf 59,6 Mio. Euro und lagen damit 15 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (74,7 Mio. Euro). Dieser Rückgang ist insbesondere auf geringere Auszahlungen bei aus öffentlichen Mitteln geförderten Projekten zurückzuführen, was sich entsprechend auf das Gesamtvolumen der Projektmittelzahlungen auswirkte.
Programmarbeit
Die Programmarbeit umfasst nicht nur direkte Projektkosten, sondern auch die Aufwendungen für Personal und Sachmittel, die für die fachgerechte Betreuung und Bewertung der Projekte erforderlich sind. Im Berichtsjahr sank der Projektaufwand von 74,7 Mio. auf 59,6 Mio. Euro, während der Personalaufwand von 3,7 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro anstieg. Das ist unter anderem auf einen befristeten Personalaufbau in Berlin zurückzuführen, um die Programmarbeit zu unterstützen. Seit dem 4. Quartal 2025 werden diese Mehrkapazitäten wieder abgebaut. Insgesamt reduzierten sich die Gesamtausgaben der Programmarbeit von 79,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 65,2 Mio. Euro.
Die Empfängerländer der höchsten Projektausgaben von rund 59,6 Mio. Euro waren 2025 Syrien und Türkei (9,2 Mio. Euro),
Deutschland (6,5 Mio. Euro), Kolumbien (5,7 Mio. Euro), Ukraine (4,5 Mio. Euro), Haiti (2,6 Mio. Euro), Demokratische Republik Kongo (2,3 Mio. Euro) sowie das vom Nahostkonflikt betroffene Gaza (2,1 Mio. Euro).
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
Diese Ausgaben tragen dazu bei, öffentliche Aufmerksamkeit für die Anliegen der humanitären Hilfe zu schaffen. Die Diakonie Katastrophenhilfe wirbt unter anderem durch Post-Mailings, E-Mail- und Online-Marketing, die eigene Website und Social-Media-Kanäle, Telefon-Marketing mit einem externen Dienstleister, Anzeigen, Plakate und über Aufrufe im kirchlichen Bereich um Spenden.
Die Ausgaben für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit werden neben der stetigen Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen auch beeinflusst durch die Zahl an Naturkatastrophen und Konflikten sowie dem öffentlichen Interesse. Haupttreiber waren höhere Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit allgemeinen Kostensteigerungen und inflationären Entwicklungen. Sie lagen 2025 bei rund 5,3 Mio. Euro – eine Steigerung um 700.000 Euro im Vergleich zu 2024 (4,6 Mio. Euro), um 300.000 Euro im Vergleich zu 2023 (rund 5 Mio. Euro).
Hier finden Sie eine Übersicht unserer Dienstleisterinnen und Dienstleister im Bereich Spendenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit der Diakonie Katastrophenhilfe.
Verwaltung
Die Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahr von 4,3 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen im Jahr 2025 zurückzuführen und steht im Zusammenhang mit allgemeinen Kostensteigerungen und inflationären Entwicklungen.
Die prozentualen Anteile der Ausgaben für Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung an den Gesamtausgaben haben sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr von 10 Prozent auf 13,4 Prozent erhöht. Gemessen an den gesunkenen Gesamteinnahmen, ist dies immer noch wenig und wird laut den DZI-Kriterien für Werbe- und Verwaltungsausgaben als „angemessen“ eingestuft. Diese Einstufung dient als Indikator für die wirtschaftliche und sparsame Mittelverwendung.
Bestätigungsvermerk
Die Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers, die Jahresabschlüsse für die Rechtsträger EWDE und EZE sowie die Bescheinigung zur Prüfung der Jahresrechnung werden nach Abschluss der Prüfung veröffentlicht. Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e. V. hat sich zu einem Corporate-Governance-Codex verpflichtet. Die Bruttogesamtbezüge für die drei Vorstandsmitglieder aller drei Marken werden im Jahresabschluss offengelegt. Alle Dokumente finden Sie hier.