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HEIMATLOS IN AFRIKAS
JÜNGSTEM LAND

Aufgrund gewaltsamer Konflikte und wiederkehrender Dürren befinden sich mehr als 3,8 Millionen Menschen im Südsudan auf der Flucht. Sie haben ihren Besitz und ihre Lebensgrundlage verloren.  Foto: Paul Jeffrey

Zwischen Hunger und Hoffnung

Der Staat Südsudan gehört zu den ärmsten und dabei am höchsten verschuldeten Ländern der Welt. Sechs Jahre sind seit der Unabhängigkeit vom Sudan vergangen. Damals war die Hoffnung auf Frieden und eine Besserung der humanitären Lage in der Region groß. Doch seit Ende 2013 wird der Südsudan von bewaffneten Konflikten um Macht und Ressourcen erschüttert, die zu einem Bürgerkrieg geführt haben. Zwar kam es im August 2015 zu einem Friedensabkommen, die Kämpfe gehen jedoch weiter.

Der Bürgerkrieg hat das Land weit zurückgeworfen und eine schwere humanitäre Krise ausgelöst. Seit Beginn des Konflikts mussten mehr als 3,8 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Sie sind zu Vertriebenen im eigenen Land geworden oder haben sich in Nachbarstaaten geflüchtet. Zehntausende Menschen wurden im Verlauf des Konflikts getötet und verletzt, darunter viele Zivilisten, die aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit zum Ziel der Konfliktparteien wurden. Unzählige haben ihren Besitz und damit ihre Lebensgrundlage verloren. Zudem führen wiederkehrende Dürren zu Nahrungsmittelknappheit und Hunger: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 5,5 Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Mehr als 100.000 Menschen befinden sich in einer akuten Hungersnot.

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