Die Hilfswerke der evangelischen und katholischen Kirche wollen mit der gemeinsamen Aktion ein starkes Signal setzen, dass wir das Leid der Betroffenen lindern und ihnen Chancen auf ein Überleben und Perspektiven für die Zukunft eröffnen wollen. Als Christen und als humanitäre Hilfsorganisationen helfen wir allen Menschen. Wir unterscheiden nicht nach Religion und Herkunft. Unsere Hilfe orientiert sich an der Bedürftigkeit.
Seit drei Jahren tobt der Krieg im Sudan mit unveränderter Grausamkeit. Auch wenn er zu den vergessenen Katastrophen zählt – für die Betroffenen, die vor Gewalt und Hunger fliehen müssen, ist er bittere Realität. Täglich kommen erschöpfte Menschen aus dem Sudan nach tagelangen Fußmärschen im Tschad an. Vor allem Frauen und Mädchen suchen hier Schutz vor der Gewalt. Viele von ihnen stranden im Camp Zabout im Osten des Tschad. 50.000 Menschen leben hier unter katastrophalen Bedingungen. Ihnen fehlt es an allem. Zahllose Kinder leiden an schwerer Mangelernährung und Hunger. Mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser, aber auch mit Bargeldhilfen und einem Programm zur Einkommensförderung hilft die Diakonie Katastrophenhilfe den Menschen, sich mit dem Lebensnotwendigsten einzudecken und wieder Hoffnung zu schöpfen.
Doch nicht alle Menschen schaffen den Weg in die Nachbarländer, viele bleiben im Sudan als Vertriebene im eigenen Land. Seit 2024 unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe deshalb das sudanesische Hilfsnetzwerk Emergency Response Rooms (ERR). Die lokalen Notfall-Komitees betreiben landesweit Suppenküchen, statten Notunterkünfte aus und versorgen Notleidende mit Trinkwasser. Inmitten der Kriegswirren und oft unter gefährlichen Bedingungen engagieren sich die ca. 12.000 Freiwilligen für ihre Mitmenschen. Für dieses unerschütterliche Engagement wurden die ERR im Oktober 2025 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.





