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Demokratische Republik Kongo

Soforthilfe nach Ebola-Ausbruch

Katastrophenvorsorge Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 09.06.2026
Eine Gesundheitsmitarbeiterin misst Fieber bei einer Frau an einem Check Point

Seit Mai 2026 gibt es einen neuen Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, den die Weltgesundheitsorganisation WHO als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite einstuft. Nach Angaben der lokalen Behörden waren bereits in der ersten Woche nach Ausbruch mindestens 130 Menschen gestorben und 500 erkrankt. Die Lage verschärft sich weiter, denn das Gesundheitssystem ist überlastet durch andere Krankheiten wie Masern. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort und bereitet Hilfsmaßnahmen gegen den Ebola-Ausbruch vor.

Ebola ist bereits mehrfach in der Vergangenheit in der Demokratischen Republik Kongo ausgebrochen. Jetzt in 2026 liegt das Epizentrum in der nordostkongolesischen Provinz Ituri. Erste Fälle wurden auch in der Provinz Nord-Kivu mit der Hauptstadt Goma bestätigt, in der die Diakonie Katastrophenhilfe ein Projektbüro unterhält. Das Nachbarland Ruanda hat seine beiden Grenzübergänge zu Goma geschlossen, um die Ausbreitung durch Grenzübertritte zu verhindern. Schutzmaßnahmen können flächendeckend kaum eingehalten werden. Daher ist Prävention, Risikoaufklärung und die Einbindung der Bevölkerung in alle Schutzmaßnahmen wichtig, um die Ausbreitung zu stoppen.

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  • Die Partnerorganisationen führen mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe in acht Gesundheitszentren in den betroffenen kongolesischen Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, Infektionskontrollen durch. Dafür erhält das Gesundheitspersonal persönliche Schutzpakete, die unter anderem Handschuhe, Masken, Schutzanzüge sowie Desinfektionsmittel enthalten.
  • 120 Gemeindeeinrichtungen und Schulen bekommen Hygieneartikeln sowie Material zur sicheren Wasserversorgung, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aufklärungsteams schulen 500 Mitglieder von Gemeindevertretungen und Gesundheitskomitees zu den Übertragungswegen des Virus und notwendiger Prävention. Begleitend werden Radiospots gesendet, um die Menschen zuhause aufzuklären.
  • Parallel verstärken die Partnerorganisationen die psychosoziale Unterstützung. Sie sprechen mit den Menschen über die Angst vor einer Ansteckung oder helfen nach dem Verlust von Angehörigen. Um eine Ausbreitung des Ebola-Virus auf den Südsudan zu unterbinden, findet auch dort Aufklärungsarbeit statt. Eine Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe geht dafür an grenznahe Schulen und öffentliche Plätze und informiert die Menschen.
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Nachrichten aus dem Projekt
Radio Journalisten informieren in ihrer Show Zuhörer, wie sich vor einer Ebola Infektion schützen

An der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo sorgt die lokale Partnerorganisation Reconcile mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe gegen Ebola vor. In den besonders gefährdeten südsudanesischen Distrikten Yei River, Morobo, Kajo-Keji und Tambura leben rund 770.000 Menschen. Reconcile klärt die Einwohner*innen durch Radiosendungen, Plakate und mobile Teams auf. Zusätzlich werden Gesundheitszentren mit Schutzmaterialien und Hygieneartikeln ausgestattet, und medizinisches Personal und Freiwillige werden geschult. Durch bessere Vernetzung können Verdachtsfälle schneller erkannt, gemeldet und eingedämmt werden. Das mindert das Risiko für die Bevölkerung und die Verbreitung des Virus nach einem Ausbruch.mehr...

Nachrichten aus dem Projekt

Vom 09.06.2026
Radio Journalisten informieren in ihrer Show Zuhörer, wie sich vor einer Ebola Infektion schützenRECONCILE

Vorbeugen, Aufklären, Eindämmen — Schutz für südsudanesische Gemeinden vor Ebola

An der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo sorgt die lokale Partnerorganisation Reconcile mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe gegen Ebola vor. In den besonders gefährdeten südsudanesischen Distrikten Yei River, Morobo, Kajo-Keji und Tambura leben rund 770.000 Menschen. Reconcile klärt die Einwohner*innen durch Radiosendungen, Plakate und mobile Teams auf. Zusätzlich werden Gesundheitszentren mit Schutzmaterialien und Hygieneartikeln ausgestattet, und medizinisches Personal und Freiwillige werden geschult. Durch bessere Vernetzung können Verdachtsfälle schneller erkannt, gemeldet und eingedämmt werden. Das mindert das Risiko für die Bevölkerung und die Verbreitung des Virus nach einem Ausbruch.

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Vom 29.05.2026
Josue Ibulungu, Leiter des Projektbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Goma, Nord Kivu.Kerem Uzel/Diakonie Katastrophenhilfe

Interview: „Es gibt viele fake news“

Am 15. Mai hat die WHO einen erneuten Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo bestätigt. Seitdem wurden mehr als 900 Verdachtsfälle und über 200 Tote gezählt. Die Diakonie Katastrophenhilfe wird in den Provinzen Nord Kivu und Süd Kivu mit zwei Partnerorganisationen einen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung leisten, Kontrollstationen einrichten sowie psychosoziale Hilfe leisten.

 

Wir sprachen mit Josué Ibulungu, Leiter des Projektbüros der Diakonie Katastrophenhilfe in Goma, Nord Kivu.

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Ihr Ansprechpartner für weitere Fragen

Bild von Carsten Obergfell

Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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