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Niger

Gegen Dürre und Hunger

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 12.06.2026
Eine Frau hält ein Baby auf dem Arm.

Der Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, ein Drittel seiner Fläche ist Teil der dürregeplagten Sahelzone. Durch den Klimawandel dauern die Trockenzeiten länger und die Menschen leiden unter Hunger und Mangelernährung, zusätzlich belasten Krieg und Gewalt in den Nachbarstaaten Mali, Burkina Faso und Niger das Land. Insgesamt waren 2023 rund 3,3 Millionen Menschen von einer Ernährungskrise bedroht, mehr als 430.000 Kinder leiden an akutem Hunger.

Gewalt hatte zu Vertreibungen von über 120.000 Menschen in der Region Tillabéri geführt. Sie gehören zu den insgesamt 361.000 Binnenvertriebenen in Niger. Ihnen fehlt es an Nahrung, Trinkwasser und einer ausreichenden Gesundheitsversorgung. Immer wieder kommt es zu Malaria-, Hepatitis-, oder Meningitis-Epidemien. Im Westen des Landes leben rund 60.000 Flüchtlinge aus Mali, ebenfalls unter schlechten Bedingungen.

Die ohnehin schwierige Ernährungslage im Niger trifft die Flüchtlingshaushalte besonders hart, sodass unter den Geflohenen noch mehr an Mangelernährung leiden als unter den Einheimischen. .

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  • Binnenvertriebenen, Geflüchtete und Gastfamilien, bei denen Essen knapp ist oder die von Hunger betroffen sind, erhalten Gutscheine oder Bargeld, damit sie sich Nahrung kaufen können. Die Menschen werden nach einem System ausgewählt, das ihre besondere Bedürftigkeit nachweist.
  • Menschen erhalten Saatgut, Angelsets und werden geschult, Gemüse und andere Pflanzen in Hausgärten anzubauen, Hühner zu halten und Fische zu züchten. Weiterhin lernen sie, Nahrungsmittel für lokale Märkte zu produzieren. Wenn Geflüchtete, oder ihre Gastfamilien bei gemeinschaftlichen Arbeiten, in ihrem Dorf mithelfen, wie bei der Wiederinstandsetzung eines Brunnens, bekommen sie als Lohn Werkzeug oder Saatgut für ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten.
  • Kleinkinder werden auf Mangelernährung untersucht und ihre Eltern bekommen gegeben falls mit Nährstoffen angereichertes Mehl oder Versorgungspakete. Für besonders schwache Kinder stehen Ernährungszentren zur Verfügung, wo sie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel erhalten. Auch Schwangeren und stillenden Mütter werden besonders auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Versorgungspakete übergeben. Die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, Kundji Fondo, bildet Beraterinnen aus. Diese gehen mit dem neuen Wissen zur Ernährung von Kindern in die Dörfer, bieten Kochkurse an und sensibilisieren Dorfbewohnende entsprechend. 
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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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