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Niger

Gegen Dürre und Hunger

Nothilfe
Letzte Aktualisierung: 07.05.2026
Eine Frau hält ein Baby auf dem Arm.

Der Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, ein Drittel seiner Fläche ist Teil der dürregeplagten Sahelzone. Durch den Klimawandel dauern die Trockenzeiten länger und die Menschen leiden unter Hunger und Mangelernährung, zusätzlich belasten Krieg und Gewalt in den Nachbarstaaten Mali, Burkina Faso und Niger das Land. Insgesamt waren 2023 rund 3,3 Millionen Menschen von einer Ernährungskrise bedroht, mehr als 430.000 Kinder leiden an akutem Hunger.

Gewalt hatte zu Vertreibungen von über 120.000 Menschen in der Region Tillabéri geführt. Sie gehören zu den insgesamt 361.000 Binnenvertriebenen in Niger. Ihnen fehlt es an Nahrung, Trinkwasser und einer ausreichenden Gesundheitsversorgung. Immer wieder kommt es zu Malaria-, Hepatitis-, oder Meningitis-Epidemien. Im Westen des Landes leben rund 60.000 Flüchtlinge aus Mali, ebenfalls unter schlechten Bedingungen.

Die ohnehin schwierige Ernährungslage im Niger trifft die Flüchtlingshaushalte besonders hart, sodass unter den Geflohenen noch mehr an Mangelernährung leiden als unter den Einheimischen. .

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  • Das Projekt verbessert die Resilienz für die von Konflikt und Ernährungsunsicherheit betroffenen nigrischen Gemeinden im Dreiländereck. Zur Existenzsicherung erhalten Haushalte Bargeld für Lebensmittel sowie bedingungslose monatliche Geldtransfers.

  • Speziell bei Schwangeren und Müttern soll Unterernährung verhindert werden. Hierfür ist unter anderem die Einrichtung von speziellen Nahrungsmittelbanken vorgesehen.

  • Weitere Hilfsmaßnahmen sind die Verteilung von Matten, Decken und Kleidung sowie Werkzeuge wie Schubkarren und Schaufeln. Hausbesuche und Kochvorführungen ermöglichen Sensibilisierungsmaßnahmen zu den Themen Ernährung, Hygiene, Gesundheit und genderbasierte Gewalt.

  • Die Gründung einer dörflichen Entwicklungskooperative mit Unterausschüssen ist vorgesehen. Sie befasst sich mit Ernährungssicherheit, einkommensschaffenden Maßnahmen, dem sozialen Zusammenhalt und der Ausbildung von Gemeindevertretern.

  • Zusätzlich wird ein Fonds für die Ausbildung von jungen Menschen in verschiedenen Handwerksberufen sowie für dörfliche Mikroprojekte eingerichtet. Um den sozialen Zusammenhalt zu verbessern, werden Menschen über das Zusammenleben und Mittel zur friedlichen Konfliktlösung aufgeklärt.

  • Insgesamt erreichen diese Hilfsmaßnahmen mehr als 66.000 Personen.

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Carsten Obergfell

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+49 30 65211-4722service@diakonie-katastrophenhilfe.de

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