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Richard J.T. Klein, Experte für Klimapolitik am Stockholm Environment Institut in Schweden, zu Vor- und Nachsorgemaßnahmen in Zeiten des Klimawandels.
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Messungen weltweit belegen, dass das Klima begonnen hat sich zu verändern, weit über das hinaus, was als natürliche Schwankungen erwartet werden könnte. Es gibt keinen Zweifel mehr an der globalen Erwärmung, wie inzwischen Beobachtungen des Anstiegs der weltweiten durchschnittlichen Luft- und Meerestemperaturen, des weitverbreiteten Abschmelzens von Schnee und Eis und der steigenden weltweiten durchschnittlichen Meeresspiegel belegen. Empirische Belege von allen Kontinenten und fast allen Ozeanen zeigen, dass viele natürliche Systeme von regionalen Klimaveränderungen, insbesondere von steigenden Temperaturen betroffen sind. Klimawandel ist nicht mehr lediglich ein weitentferntes mögliches Szenario: Menschen, die Wirtschaft und Ökosysteme erfahren schon jetzt die ersten Auswirkungen. Und dies ist erst der Anfang.
Vorsorge ist besser als Nachsorge
Wie das Sprichwort sagt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Aus diesem Grunde war es lange Zeit das einzige erklärte Ziel der Klimapolitik, den Klimawandel abzuwenden (Mitigation). Um den Klimawandel aufzuhalten, wäre eine drastische Reduzierung des Ausstoßes von CO2 und anderen Treibhausgasen in die Atmosphäre oder deren Auffangen in Wäldern, Meeren oder unterirdischen Speichern erforderlich.
1997 in Kyoto beschlossen die Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) erste Schritte, um die Ursachen des Klimawandels anzugehen. Gemäß des Kyoto-Protokolls verpflichteten sich die entwickelten Länder kollektivvertraglich, den Gesamtausstoß von sechs verschiedenen Treibhausgasen gegenüber dem Jahr 1990 um 5,2 Prozent zu reduzieren, berechnet als Durchschnittswert über den Fünfjahreszeitraum von 2008 bis 2012. Tatsächlich hat das Handeln jedoch nicht den Verpflichtungen entsprochen. In den reichen Ländern sind die Emissionen sogar um rund 10 Prozent gestiegen.
Eine weitere Erwärmung um nahezu 1°C ist bereits jetzt als Folge der Emissionen in der Vergangenheit unabwendbar. Darüber hinaus ist die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (IPCC) zu dem Ergebnis gekommen, dass selbst die striktesten Mitigationsanstrengungen den weiteren Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten nicht abwenden könnten. Am schwersten werden diese Veränderungen die Menschen in den am wenigsten entwickelten Ländern treffen, insbesondere jene, die bereits in randständigen und gefährdeten Gebieten leben. Daher wird Nachsorge genauso wichtig wie Vorsorge.
Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen – lesen Sie hier den kompletten Artikel von Richard J.T. Klein zu diesem Thema:
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