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Indonesien

Wiederaufbau für Erdbeben- und Tsunamiopfer

Projeknummer

K-IDN-2019-4068

Bezeichnung

Wiederaufbau für die Betroffenen des Erdbebens in Lombok und des Tsunamis in der Sunda-Meeresenge

Thema

Erdbeben

Träger

Yakkum Emergency Unit (YEU)

Kontinent

Asien

Land

Indonesien

Gesamtlaufzeit

01.09.2019 - 31.10.2020

Budget

829.742 Euro

Hintergrund:
Indonesien gehört zu den katastrophengefährdetsten Ländern der Erde. Der Inselstaat ist aufgrund seiner geographischen Lage auf dem pazifischen Feuerring häufig Erdbeben, Tsunamis und vulkanischen Aktivitäten ausgesetzt. Hinzukommen Extremwetterereignisse wie Erdrutsche und Überschwemmungen. Allein im Jahr 2018 wurden 2.426 Naturkatastrophen durch die nationale Katastrophenschutzbehörde registriert, bei denen 4.231 Menschen getötet wurden und drei Millionen Menschen ihr Zuhause verloren. 2018 wurde das Land von drei Großkatastrophen heimgesucht. So erschütterte im August eine Reihe von Erdbeben die Touristeninsel Lombok, ein Erdbeben der Stärke 7,4 auf Zentral-Sulawesi löste einen verheerenden Tsunami aus. Desweiteren brach Ende Dezember der in der Sunda-Meerenge zwischen Java und Sumatra gelegene Vulkan Krakatoa aus. Insgesamt benötigten in den betroffenen Gebieten circa 80.000 Menschen humanitäre Hilfe.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet einen Beitrag zum Wiederaufbau sowie zu einem reduzierten Katastrophenrisiko in den von den Erdbeben und Tsunamis betroffenen Gebieten. Zum Wiederaufbau der Lebensgrundlagen erhalten 80 Begünstigte Gutscheine für den Kauf oder die Reparatur von Fischerbooten. Um die gesundheitliche Versorgung der Menschen in den Risikogebieten zu sichern, werden drei Gesundheitszentren gebaut und mit Notfallplänen für den Katastrophenfall ausgestattet. Zum Schutz der Schwächsten in den Risikogebieten werden 50 bestehende Häuser barrierefrei um- oder ausgebaut. Damit bekommen auch Alte oder Kranke Menschen die Möglichkeit, sich im Katastrophenfall in Sicherheit zu bringen.
Einen weiteren Beitrag zum Wiederaufbau leistet die Konstruktion von 200 Toiletten. Außerdem werden 200 Familien mit Gutscheinen für den Kauf von Baumaterialien für Latrinen unterstützt.
Um das Risiko von Schäden bei künftigen Katastrophen zu reduzieren, werden in den Zielgemeinden freiwillige Helfer geschult und mit Notfallausrüstung ausgestattet. Lokale Kirchengemeinden und Multiplikatoren erlernen Notfallpläne zu erstellen und führen Simulationsübungen durch.

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