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Äthiopien

Wiederaufbau einer Schule in Afar

Projeknummer

K-ETH-2022-4053

Bezeichnung

Wiederaufbau der Hadele'ela-Schule und Verbesserung des Zugangs zu Bildung für krisen- und konfliktbetroffene Kinder und Jugendliche in der Woreda Hadele'ela in der Afar Region, Äthiopien.

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Friendship Support Association (FSA)

Kontinent

Afrika

Land

Äthiopien

Gesamtlaufzeit

15.06.2022 - 15.06.2023

Budget

500.000 Euro

Hintergrund:
Hadele'ela Woreda in der Region Afar ist eine der am stärksten vom Tigray-Konflikt betroffenen Gebiete im Norden Äthiopiens. Schwere Kämpfe führten zu massiven Vertreibungen, die mit Gräueltaten wie Vergewaltigungen, Folter und Misshandlungen einhergingen. Den Binnenvertriebenen fehlt es an Allem: sie benötigen psychosoziale Unterstützung, Hilfe zur Deckung ihres Lebensunterhalts und ihres Nahrungsmittelbedarfs, gesundheitliche und sanitäre Versorgung. Verschiedene Hilfsorganisationen kümmern sich darum, diese Bedarfe zu decken. Bislang fehlten jedoch Hilfsmaßnahmen, die den Zugang zu Bildung und psychosozialer Unterstützung verbessern. Für Kinder im schulpflichtigen Alter (7-17 Jahre), die ihre Eltern durch den Krieg verloren haben, sind Soforthilfen und Bildungsangebote sowie psychosoziale Unterstützung dringend notwendig. Die ohnehin begrenzte Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur in der Region wurde infolge des Konflikts entweder zerstört oder geplündert. Das vorliegende Projekt sichert Kindern den Zugang zu Bildung und lebensrettendem Trinkwasser.

Hilfsmaßnahmen:
An der Hadele'ela-Schule werden acht Klassenräume sowie das Lehrerzimmer und die Bibliothek saniert. Außerdem werden zwei neue, jeweils nach Geschlechtern getrennte Latrinen gebaut. Die Klassenräume werden mit Schreibtischen und Tafeln ausgestattet, das Lehrerzimmer und die Bibliothek ebenfalls mit Tischen und Bücherregalen. Die 362 begünstigten Schülerinnen und Schüler erhalten Schulmaterialien wie Bücher, Stifte und Rechenkästen. Zudem werden auch Freizeitmaterialien angeschafft, damit die Kinder spielen können. Zur Verbesserung der Hygienesituation werden 60 begünstigte Mädchen mit Damenbinden und Unterwäsche ausgestattet. Außerdem erhalten alle Schülerinnen und Schüler Seife für die Hand- und Körperhygiene. Das Lehrpersonal der Schule wird neben Lehrmethoden auch in Traumabewältigung und Geschlechterfrage geschult. Die lokale Bildungsbehörde wird zudem bei der Deckung der laufenden Kosten der Schule unterstützt.
Eine weitere Hilfsmaßnahme ist die Instandsetzung der lokalen solarbetriebenen Wasseranlage in Hadele'ela. Die Anlage wird nach ihrer Reparatur den Wasserbedarf der gesamten Gemeinde sowie des Viehs decken. Damit auch die Schule mit Wasser versorgt ist, wird eine drei Kilometer lange Verteilungsleitung zur Schule verlegt. Auf dem Schulgelände werden zwei Wassertanks mit einer Kapazität von je 10.000 Litern installiert. Ergänzend werden Gemeindevertreter zweimal jährlich zu den Themen Frieden und Versöhnung geschult. 400 besonders gefährdete Konfliktopfer profitieren von psychosozialer Unterstützung und nehmen an zweitägigen Sitzungen zur Traumabewältigung teil. Für Eltern und Erziehungsberechtigte werden zudem Aufklärungsveranstaltungen zu bildungs- und erziehungsrelevanten Themen durchgeführt. Nach Projektende wird die Schule an die lokale Bildungsverwaltung übergeben.
Von dem Projekt profitieren insgesamt mehr als 3.200 Personen: 700 Schülerinnen und Schüler (darunter 363 Waisenkinder, davon 150 Mädchen) und 400 traumatisierte Gemeindemitglieder (davon 300 Frauen) sowie 50 Auszubildende im Bereich Frieden und Versöhnung, 8 Lehrer (darunter 4 Frauen) und ein Schuldirektor. Darüber hinaus werden mindestens 2.000 Menschen Zugang zur Wasserversorgung haben.

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