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Palästinensische Gebiete

Förderung der Landwirtschaft in Gaza

Projeknummer

K-PSE-2019-0305

Bezeichnung

Stärkung der Resilienz vulnerabler Gruppen und Gemeinden in Gaza (Fortführung)

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

The Agricultural Development Association (PARC)

Kontinent

Asien

Land

Palästinensische Gebiete

Gesamtlaufzeit

01.11.2019 - 31.12.2021

Budget

1.100.000 Euro

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Logo Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hintergrund:
Der Gazastreifen ist mit rund 2 Millionen Einwohnern auf 365 km2 einer der am dichtesten besiedelten Orte der Welt. Die sozio-ökonomische Lage der Bevölkerung ist von den starken Ein- und Ausreiseeinschränkungen sowie einer seit 2006/2007 auch von ägyptischer Seite verschärften Lebensmittel-Blockade dauerhaft belastet. Durch die fehlenden Exportmöglichkeiten ist der Privatsektor enorm eingeschränkt. Die Preise für Nahrungsmittel, Benzin oder landwirtschaftliche Produktionsmittel können stark variieren und stellen ein großes Problem für die Bevölkerung dar. Die Arbeitslosenquote liegt in Gaza bei 41%, unter jungen Menschen sogar bei 60%. Viele Menschen betreiben ihren Lebensunterhalt mit Fischerei, Kleintierhaltung, oder Landwirtschaft, nach Angaben der Vereinten Nationen sind jedoch 70% der Bevölkerung Gazas von internationaler Hilfe abhängig.
Eines der größten Probleme im Gazastreifen stellt die Wasserversorgung dar, der Grundwasserspiegel ist seit 1969 bereits um 3 Meter gesunken und deckt nur noch ein Drittel des Bedarfes der Bevölkerung. 
Insbesondere Landwirte sind hiervon stark betroffen: Sie müssen entweder für die Bewässerung ihres Anbaus bezahlen, oder ihre Sortenvielfalt einschränken und zum Beispiel auf salzwassertolerante Gemüse wie Paprika und Tomaten umstellen. Die Bauern sind somit in ihrem Einkommen und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zunehmend eingeschränkt, viele sehen sich gezwungen, die Landwirtschaft als Einkommensquelle aufzugeben. 

Hilfsmaßnahmen:
Die Diakonie Katastrophenhilfe stärkt die Widerstandsfähigkeit vulnerabler Gruppen und Gemeinden gegenüber Naturgefahren und anhaltenden Krisen. Ziel des Projekts ist die Verbesserung von landwirtschaftlichen Anbautechniken sowie ein nachhaltiges Wasser- und Ressourcenmanagement. 520 Bauernfamilien erhalten Polytunnel, 60 Kleinbauern werden durch den Bau von Regenwassersammelbecken unterstützt. Von diesen Maßnahmen profitieren insgesamt 3.848 Personen.

Außerdem werden in 15 katastrophenanfälligen Gemeinden Gemeindeschutz-Komitees gegründet, die Risikoanalysen durchführen und Notfallpläne entwickeln. Die Mitglieder der Komitees dafür im Katastrophenmanagement geschult. Die Zielgruppen sowie relevante Behörden und wichtige Entscheidungsträger werden kontinuierlich in die Planung und Durchführung aller Aktivitäten sowie die Auswahl der Begünstigten miteinbezogen werden. So kann lokales Engagement und ein Gefühl der Selbstbestimmtheit und Verantwortung gefördert sowie eventuell bestehendes Konfliktpotential reduziert werden. Von der Katastrophenvorsorge profitieren indirekt insgesamt 75.000 Menschen aus den 15 Gemeinden.
 

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