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Palästinensische Gebiete

Wasserversorgung für die Menschen in Gaza

Projeknummer

K-PSE-2017-0384

Bezeichnung

Stärkung der Resilienz gegenüber volatiler Wasserversorgung in Gaza

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

The Agricultural Development Association (PARC)

Kontinent

Asien

Land

Palästinensische Gebiete

Gesamtlaufzeit

01.12.2017 - 31.03.2020

Budget

1.100.000 Euro

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hintergrund:
Der Gazastreifen ist mit rund 2 Millionen Einwohnern auf 365 km2 einer der am dichtesten besiedelten Orte der Welt. Die sozio-ökonomische Lage der Bevölkerung ist von den starken Ein- und Ausreiseeinschränkungen sowie einer seit 2006/2007 auch von ägyptischer Seite verschärften Lebensmittel-Blockade dauerhaft belastet. Durch die fehlenden Exportmöglichkeiten ist der Privatsektor enorm eingeschränkt. Die Preise für Nahrungsmittel, Benzin oder landwirtschaftliche Produktionsmittel können stark variieren und stellen ein großes Problem für die Bevölkerung dar. Die Arbeitslosenquote liegt in Gaza bei 41%, unter jungen Menschen sogar bei 60%. Viele Menschen betreiben ihren Lebensunterhalt mit Fischerei, Kleintierhaltung, oder Landwirtschaft, nach Angaben der Vereinten Nationen sind jedoch 70% der Bevölkerung Gazas von internationaler Hilfe abhängig.
Eines der größten Probleme im Gazastreifen stellt die Wasserversorgung dar, der Grundwasserspiegel ist seit 1969 bereits um 3 Meter gesunken und deckt nur noch ein Drittel des Bedarfes der Bevölkerung. 
Insbesondere Landwirte sind hiervon stark betroffen: Sie müssen entweder für die Bewässerung ihres Anbaus bezahlen, oder ihre Sortenvielfalt einschränken und zum Beispiel auf salzwassertolerante Gemüse wie Paprika und Tomaten umstellen. Die Bauern sind somit in ihrem Einkommen und ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zunehmend eingeschränkt, viele sehen sich gezwungen, die Landwirtschaft als Einkommensquelle aufzugeben. 

Hilfsmaßnahmen:
Ziel des Projekts ist ein verbesserter Zugang der Bewohner um die Gemeinde El Nasser zu Trinkwasser. Außerdem soll das Sturzflutrisiko gemindert und die Bauern gegenüber dem zunehmenden Wassermangel gestärkt werden.
Um dem unzuverlässigen Wasserzugang zu begegnen, beinhaltet das Vorhaben den Bau von Wassersammelbecken zur Nutzung von Regenwasser. Zum einen wird durch systematische Kanalisierung des Regenwassers die Flutgefahr gehemmt, zum anderen kann das Wasser den hohen Bedarf an Bewässerung beim landwirtschaftlichen Anbau decken. Von den Wassersammelbecken profitieren 135 Bäuerinnen und Bauern von El Nasser und ihre rund 810 Familienmitglieder. Die Becken schützen nachhaltig auch die 650 Schulkinder der Gemeinde vor künftigen Fluten und stehenden Gewässern. 
 

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