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Südsudan

Überlebenssicherung im Südsudan

Projeknummer

K-SSD-2020-9003

Bezeichnung

Geldleistungen und Katastrophenvorsorge zur humanitären Unterstützung der schutzbedürftigsten Gemeinden im Südsudan

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Dan Church Aid (DCA)

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.06.2020 - 31.05.2021

Budget

4.500.000 Euro

Drittmittelgeber

Öffentliche Mittel / Auswärtiges Amt

Hintergrund:
Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im September 2018 steht der Südsudan noch immer vor großen Herausforderungen: Armut und Unterentwicklung, lokale Konflikte über knappe natürliche Ressourcen sowie wiederkehrende Überschwemmungen führen zu einer anhaltend schlechten humanitären Lage. Hinzu kommt in 2020 die Invasion der Wüstenheuschrecken im Südosten des Landes und eine sich ausbreitende COVID-19 Pandemie, deren Ausmaß aufgrund der geringen Testkapazitäten nur sehr schwer einzuschätzen ist.
Die südsudanesische Bevölkerung ist aufgrund des schwachen Gesundheitssystems und der schlechten Hygiene- und Sanitärversorgung besonders anfällig für epidemische Krankheiten. Die Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus haben die Wirtschaftskrise im Land noch verschärft und zu erheblichen Preissteigerungen geführt. So nimmt auch die Ernährungslage der Bevölkerung immer dramatischere Züge an. Insgesamt 7,5 Millionen Menschen, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die mangelnde gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung hat eine der weltweit höchsten Sterblichkeitsraten bei Kindern unter Fünf Jahren sowie die weltweit höchste Müttersterblichkeit zu Folge.

Hilfsmaßnahmen:
Das Nothilfeprojekt soll die Ernährung besonders bedürftiger Familien in den Bundesstaaten Jonglei, Upper Nile und Zentral Äquatoria sichern. So erhalten 10.410 Haushalte Bargeldhilfen, mit denen sie überlebenswichtige Güter beschaffen können. Mehr als 7.700 Haushalte werden mit landwirtschaftlichen Geräten, Saatgut, Angelausrüstungen und Ziegen versorgt, damit sie Nahrungsmittel anbauen und sich eine Lebensgrundlage aufbauen können. Ergänzt wird diese Hilfe durch Trainings für Fischer- und Landwirtschaftsgruppen in verbesserten Anbau- und Angelmethoden. Auch die Weiterverarbeitung der Ware und ein verbessertes Marketing ihrer Produkte werden vermittelt.
Knapp 2.000 Familien profitieren zudem durch Cash for Work und setzen Infrastrukturmaßnahmen zum Hochwasserschutz um. Damit bessern sie ihr Einkommen auf, gleichzeitig wird lokale Katastrophenvorsorge geleistet. Alle Begünstigten werden außerdem zum Schutz vor COVID-19 und einem gestärkten Hygienebewusstsein sensibilisiert. Von dem Projekt profitieren insgesamt mehr als 22.600 Personen, darunter 2.000 Personen mit eingeschränkter Mobilität.

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