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Kolumbien

Schutz für Vertriebene in Kolumbien

Projeknummer

K-COL-2018-4062

Bezeichnung

Schutz und humanitäre Hilfe für die von massiver Binnenvertreibung und/oder eingeschränkter Mobilität betroffenen Menschen in Kolumbien

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Konsortium (DKH, NRC, Tierra de Paz)

Kontinent

Lateinamerika

Land

Kolumbien

Gesamtlaufzeit

01.08.2018 - 28.02.2020

Budget

601.839 Euro

Drittmittelgeber

European Commission - Humanitarian Aid

Hintergrund:
Kolumbien befindet sich auch nach dem Friedensabkommen von 2016 in einer schwierigen humanitären Situation. Die FARC Rebellen haben sich zwar offiziell zurückgezogen und ihre Waffen niedergelegt, an ihrer Stelle kämpfen nun jedoch andere Guerilla - und Rebellengruppen sowie kriminelle Banden und andere bewaffnete Akteure um territoriale und wirtschaftliche Macht. Diese Kämpfe machen es für die Bevölkerung in vielen Gegenden schwierig, zu einem normalen Leben zurückzufinden. Viele intern Vertriebene trauen sich nicht, in ihre Heimat zurückzukehren und leben weiterhin unter schlechten humanitären Bedingungen. Es fehlt an sanitären Anlagen, ausreichender Nahrung, Bildung und psychosozialer Unterstützung. Durch Kämpfe und Bedrohungen sind viele Menschen auch in ihrer Mobilität eingeschränkt.
Durch die wirtschaftliche Krise in Venezuela und den Zustrom venezolanischer Flüchtlinge in 2017 und 2018 ist die humanitäre Versorgung in Kolumbien zusätzlich eingeschränkt und die nationalen Systeme, vor allem im Gesundheitsbereich, konstant überlastet.

Hilfsmaßnahmen:

Das Projekt hat das Ziel, die humanitären Bedürfnisse der Bevölkerung bei Vertreibungen und anderen humanitären Notfällen zu decken. So werden Workshops zu Selbstschutzmechanismen und Risikoanalysen, beispielsweise für Familien mit Kindern und Jugendlichen, durchgeführt. Außerdem werden Schutz-Kits verteilt, die Taschenlampen, Hygieneartikel und Sandalen enthalten. In einer weiteren Komponente wird die Trinkwasserversorgung während eines humanitären Notfalls sichergestellt, außerdem werden Hygieneartikel verteilt und Hygieneschulungen durchgeführt. Neben Wasser werden die Begünstigten auch mit Lebensmitteln versorgt. Sie erhalten je nach Möglichkeit entweder Lebensmittelpakete oder Bargeldtransfers, um sich mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Um die erlebten Traumata von Gewalt und Vertreibung zu verarbeiten können die Begünstigten auch psychosoziale Unterstützung in Anspruch nehmen und psychologische Erste-Hilfe erhalten.

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