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Türkei

Schutz für Flüchtlinge

Projeknummer

K-TUR-2020-9004

Bezeichnung

Erhöhung sozialer Qualitätsschutzmaßnahmen für gefährdete Flüchtlinge in der Türkei durch gemeinschaftsbasierte Spezialinterventionen und Stärkung lokaler Kapazitäten

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Support To Life (STL)

Kontinent

Asien

Land

Türkei

Gesamtlaufzeit

01.07.2020 - 31.12.2021

Budget

3.890.000 Euro

Drittmittelgeber

Europäische Union (ECHO - Generaldirektion für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe)

Logo EU Katastrophenschutz

Hintergrund:
Die Türkei beherbergt mit knapp 4 Millionen Menschen weiterhin die größte Zahl an Flüchtlingen weltweit, davon sind rund 47 Prozent Kinder und rund 330.000 Personen nicht-syrischer Herkunft. Der überwiegende Teil der Flüchtlingsbevölkerung lebt über das Land verteilt, jedoch vor allem in städtischen Gebieten wie Istanbul und in den süd- und südöstlichen, an Syrien angrenzenden, ländlichen Regionen und Städten. Gemeinschaftsunterkünfte oder Lagerstrukturen existieren kaum noch.
Das Projekt will die Widerstandskraft von Flüchtlingen stärken und besonders bedürftigen Personen passende soziale Dienste zur Verfügung stellen. Zudem werden lokale Kapazitäten zum Schutz von Flüchtlingen gestärkt, damit beispielsweise der Zugang zu Rechten und einer Grundversorgung gewährleistet wird. Aufgrund der sehr geringen Einkommensmöglichkeiten ist ein Großteil der Flüchtlinge weiterhin von externer Hilfe abhängig. Da viele unter kriegsbedingten Traumata leiden, brauchen sie besonderen Schutz und entsprechende Unterstützungsangebote.

Hilfsmaßnahmen:
Das Hilfsprojekt wird durch mehrere Projektteams der Partnerorganisation STL durchgeführt, die zuvor in Coaching-Methoden, Fallmanagement und türkischem Recht geschult werden. Zudem werden Freiwillige und Praktikanten innerhalb der Flüchtlingsgemeinschaften gesucht und geschult, die künftig als Multiplikatoren fungieren.
Die Teams von STL stellen Informationen für Flüchtlinge bereit und klären in Informationsveranstaltungen dazu auf, wie man beispielsweise Zugang zu Gesundheitsversorgung und anderen Basisdienstleistungen erhält. Sie leisten individuelle Schutzhilfe, begleiten Flüchtlinge zu Behörden und helfen ihnen, wichtige Dokumente übersetzen zu lassen. Für komplexe Fälle wird ein Fallmanagement aufgesetzt und notfalls Rechtsbeistand geleistet. Da viele Flüchtlingsfamilien von Kriegs- und Fluchterlebnissen traumatisiert sind, werden sowohl psychologische Einzelberatung als auch Gruppengespräche angeboten. Um die Bedarfe in stark ländlichen Gebieten abzudecken, wird STL auch dort Rechtsberatung anbieten.
Ergänzend fördert STL lokale Organisationen in der Integration und dem Schutz von Flüchtlingen. Außerdem wird eine Online-Akademie eingerichtet, die künftig Flüchtlingen wichtige Informationsmaterialien zur Verfügung stellt und Schulungsangebote bereitstellt. Insgesamt profitieren mehr als 17.500 Personen von den Hilfsmaßnahmen.

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