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Bangladesch

Nothilfe Rohingya und Schutz für Kinder und Jugendliche

Projeknummer

K-BGD-2020-9007

Bezeichnung

Humanitäre Hilfe in den Bereichen Schutz, Trinkwasser-, Sanitärversorgung und Hygiene sowie Versorgung mit Kochöfen und -gas für Rohingya-Flüchtlinge und aufnehmende Gemeinden in Cox´s Bazar, Banglad.

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Nabolok Parishad

Kontinent

Asien

Land

Bangladesch

Gesamtlaufzeit

01.12.2020 - 30.11.2022

Budget

2.000.000 Euro

Drittmittelgeber

Auswärtiges Amt (AA)

Logo Auswärtiges Amt

Hintergrund:
Im Distrikt Cox´s Bazar, der im Südosten des Landes an Myanmar und den indischen Ozean grenzt, leben rund 1 Million Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar. Nach Gewalttaten gegenüber den staatenlosen Rohingya im Rakhine State/Myanmar im August 2017 flüchteten rund 700.00 Rohingya nach Bangladesch. Innerhalb kürzester Zeit entstand in Kutupalong das größte Flüchtlingscamp der Welt. Seitdem lieben die Rohingya dort unter katastrophalen hygienischen Bedingungen. Es mangelt vor allem an sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Brennmaterial zum Kochen. Das Projekt richtet sich an Rohingya-Flüchtlinge und Einwohner der Gastgemeinden in Teknaf, der südlichen Region des Distrikts Cox´s Bazar. Dort sind viele Rohingya in einem neuen Lager angekommen, bevor die notwendige Infrastruktur errichtet und die Wasser- und Sanitärversorgung gesichert werden konnte.

Hilfsmaßnahmen:
Das Nothilfe-Projekt leistet einen Beitrag zum Überleben der Rohingya und unterstützt den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Mehr als 7.600 Familien profitieren von aufbereitetem sauberen Trinkwasser sowie Abfall- und Sanitärversorgung. Mehr als 3.200 Familien werden mit Gas zum Kochen unterstützt und können ihre Gasflaschen regelmäßig auffüllen.
Für die allgemeine Sicherheit und den Schutz der Campbewohner*innen werden solarbetriebene Straßenlaternen betrieben und gewartet. Vor allem Frauen, Kinder und Jugendliche profitieren dadurch von einem verbesserten Sicherheitsgefühl in den Abendstunden. Zum weiteren Schutz von Kindern und Jugendlichen werden drei Kinder- und Jugendschutzräume betrieben, in denen 300 Kindern die Teilnahme an Schulbildung und Freizeitaktivitäten ermöglicht wird. Auch psychosoziale Beratung gehört zum Angebot, denn viele Kinder leiden unter erlebten Traumata.
Die Maßnahmen richten sich zu rund 75 Prozent an Rohingya-Flüchtlinge und zu rund 25 Prozent an die aufnehmenden Gastgemeinden. Insgesamt profitieren mehr als 30.000 Menschen von den Hilfsmaßnahmen.

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