jetzt spendenspenden
Südsudan

Hungerbekämpfung im Südsudan

Projeknummer

K-SSD-2016-1035

Bezeichnung

Reduzierung von Hunger und Förderung einer Nahrungsmittelproduktion im Landkreis Cueibet

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Vétérinaires Sans Frontières (VSF)

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

01.09.2016-31.08.2023

Budget

5.800.000,00 Euro

Drittmittelgeber

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit

Hintergrund:
Die Ernährungssituation von jungen Menschen in Cueibet ist alarmierend. Viele Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt und viele Familien nehmen nur eine Mahlzeit pro Tag zu sich. Zwar haben die Menschen in Cueibet ausreichend landwirtschaftliche Flächen, verfügen aber weder über das Wissen noch über die Produktionsmittel für eine klimatisch angepasste Landwirtschaft.

Hilfsmaßnahmen:
Um die anhaltende Hungerkrise zu überstehen, unterstützt das Projekt die Schulspeisung für 15.000 Kinder an insgesamt 47 Schulen der Umgebung. Die Schüler bekommen regelmäßig eine von freiwilligen Schulkomitees zubereitete Mahlzeit auf der Grundlage von sogenanntem Corn Soya Blend (CSB), einer mit Vitaminen, Mikronährstoffen und Zucker angereicherte Mischung aus Mais und Soja. Die reichhaltige Nahrung bewahrt die Kinder vor Hunger und Mangelernährung.
Neben der Schulspeisung ist Ziel des Projekts, die Nahrungsmittelproduktion der Schulen und der umliegenden Haushalte nachhaltig zu erhöhen. Dazu werden in den Schulen Modellgärten eingerichtet, die einerseits zu Bildungszwecken und zur Wissensvermittlung dienen und in denen andererseits die für die Schulspeisung nötigen Nahrungsmittel produziert werden. Damit dies gelingen kann, werden Lehrer und Schüler entsprechend geschult, Saatgut verteilt, Modellfarmen zur Geflügelzucht angelegt sowie Trainings für Gemeindearbeiter in Landwirtschaft und Kleinviehzucht durchgeführt. Durch die hohe Inflation in der Region müssen viele Menschen bis zu 85 Prozent ihres Einkommens für Nahrung aufbringen. Das Projekt soll diesen Anteil reduzieren – damit nicht nur der Hunger gestillt ist, sondern auch Geld für Bildung und Gesundheit bleibt.   

Zurück