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Äthiopien

Nothilfe Tigray und Südäthiopien

Projeknummer

K-ETH-2021-4041

Bezeichnung

Nothilfe für die vom Konflikt betroffenen Menschen in den Regionen Tigray und Südäthiopien (ACT-Appeal ETH201)

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

ACT Alliance (EOC-DICAC/EECMY-DASSC )

Kontinent

Afrika

Land

Äthiopien

Gesamtlaufzeit

01.02.2021 - 31.12.2021

Budget

98.659 Euro

Hintergrund:
Seit Anfang November herrscht in Äthiopien Krieg zwischen der staatlichen Armee und der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die die Tigray-Region im Norden des Landes regiert. Die äthiopische Regierung erklärte Ende November ihre Militäroffensive für erfolgreich beendet, der Konflikt ist jedoch noch nicht beendet. Die Kämpfe haben eine für Äthiopien zusätzliche Flüchtlingskrise ausgelöst. Laut UN-Angaben vom Februar 2021 brauchen über zwei Millionen Menschen dringend Hilfe. Kurz nach dem Ausbruch des Tigray-Konflikts brach ein weiterer Konflikt im South Nations and Nationalities Regional State (SNNPR) aus, über 94.000 Menschen wurden aus den Gemeinden Konso und Derash vertrieben und leben jetzt als Binnenvertriebene in benachbarten Gebieten.
Binnenvertriebene, die aufgrund von Konflikten und Katastrophen aus ihrer Heimat fliehen mussten, haben ein höheres Risiko, an unmittelbaren und längerfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu leiden. Schlechte Ernährung, unzureichende Wasserversorgung, überfüllte Flüchtlingslager, traumatische Erlebnisse und zersplitterte soziale Netzwerke geben ihnen kaum eine Chance, die akute Krise zu bewältigen.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt unterstützt vertriebene Familien, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen und die akute Notlage zu überwinden. Gemeinsam mit den beiden Partnerorganisationen EOC-DICAC und EECMY-DASSC werden Wasserstellen für die Trinkwasserversorgung saniert und öffentliche Latrinen gebaut. Die Vertriebenen erhalten außerdem 20-Liter-Wasserkanister sowie Hygieneartikel sowie Gesichtsmasken zum Schutz vor COVID-19. Zum Schutz der Flüchtlinge werden zudem Plastikplanen, Matratzen und Decken verteilt. Auch Haushaltsgüter wie Tassen und Kochtöpfe gehören zu den Hilfsgütern.
Damit sich die Betroffenen ernähren können werden Bargeldhilfen ausgegeben sowie Saatgut, landwirtschaftliche Geräte und Nutztiere verteilt. Ergänzend wird psychosoziale Unterstützung für gefährdete Gruppen und Einzelpersonen geleistet. Insgesamt profitieren 65.000 Personen von dem Projekt.

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