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Honduras

Nothilfe Hurrikane Mittelamerika

Projeknummer

K-AMM-2021-4001

Bezeichnung

ACT Appeal CAM201: Nothilfe und Wiederaufbau nach den Folgen der Hurrikane ETA und IOTA in Honduras und Nicaragua

Thema

Flut und Sturm

Träger

ACT

Kontinent

Amerika

Land

Honduras

Gesamtlaufzeit

01.11.2020 - 31.01.2022

Budget

628.748 Euro

Hintergrund:

Am Nachmittag des 3. Novembers 2020 traf Hurrikan Eta, ein Wirbelsturm der Kategorie 4, in Mittelamerika auf Land und verursachte verheerende Schäden und Überschwemmungen. Nur zwei Wochen später, am 16. November, verstärkte der noch stärkere Hurrikan Iota die Notlage der Bevölkerung in Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala. Die beiden Stürme brachten anhaltende Starkregenfälle mit, die Erdrutsche verursachten, Straßen und Infrastruktur zerstörten und ganze Dörfer unter Wasser setzten. Die schwerwiegendsten Folgen der beiden Stürme waren jedoch die Zerstörung der landwirtschaftlichen Produktion und die Vernichtung der Ernten. Die Auswirkung auf die Ernährungslage der betroffenen Bevölkerung ist immens.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt zusammen mit dem kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance die Betroffenen in Honduras und Nicaragua. Neben Nothilfemaßnahmen hilft das Projekt den Begünstigten bei der Wiederherstellung ihrer Existenzgrundlagen und leistet auch Vorsorge, damit die Menschen widerstandsfähiger gegenüber kommenden Naturkatastrophen werden.

Hilfsmaßnahmen:
Honduras: 1.500 Familien werden mit Bargeldhilfen unterstützt, damit sie lebensnotwendige Bedarfe decken können. Zudem werden Lebensmittelrationen und Hygiene-Kits verteilt. Die Kits enthalten Masken, Handgel und Seife, so dass sich die Begünstigten vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen können. 500 Familien werden bei der Wiederaufnahme ihrer Landwirtschaft unterstützt und durch Bewässerungssysteme und klimaangepassten Anbausorten gefördert. 300 weitere Familien erhalten landwirtschaftliche Geräte und Werkzeug, damit sie ihre Felder wieder bestellen können. Zudem erhalten 300 Familien psychosoziale Unterstützung, um mit den erlebten Traumata umzugehen. Zur Stärkung der Gemeinden werden auch Reparaturen an den örtlichen Wassersystemen durchgeführt, so dass sie Wasserversorgung von 700 Haushalter gewährleistet werden kann. Insgesamt werden 7.500 Personen begünstigt.

Nicaragua: Zur Deckung ihrer Nahrungsmittelbedarfe werden 955 Familien, 4.812 Personen, mit Lebensmittelpaketen unterstützt. Die Pakete enthalten Reis, Zucker, Bohnen, Öl, Getreideprodukte und Salz. Zudem werden knapp 6.500 Personen mit Gemüse- und Getreidesaatgut unterstützt, damit die Lebensmittelproduktion wieder anlaufen kann. Ergänzend werden Samen von Mais, Bohnen und Sorghum an die lokale Gemeinschafts-Saatgutbank geliefert. Lokale Gruppen werden beim Aufbau von Bewässerungs-und Abwassersystemen gefördert und erhalten Schulungen zu landwirtschaftlicher Produktion.
Außerdem werden Materialien für die Reparatur beschädigter Häuser bereitgestellt und wichtige Bedarfsgüter wie Decken oder Küchenutensilien verteilt. Auch Hygiene-Kits gehören zur Nothilfe, sie enthalten etwa Zahnbürsten, Waschmittel, Damenbinden und Chlortabletten sowie Masken zum Schutz vor Covid-19. Damit die Versorgung mit sauberem Trinkwasser gesichert ist, erhalten die Familien auch Wasserfilter und werden in sanitärere Grundversorgung und Hygiene geschult. Auf Gemeindeebene werden außerdem Brunnen repariert und Bildungskampagnen zur Krankheitsprävention durchgeführt. Um die Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen besser vor künftigen Katastrophen zu schützen, werden Gemeindenotfallpläne ausgearbeitet und Bildungsmaterialien zur Katastrophenvorsorge erstellt.

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