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Südsudan

Nothilfe Hochwasser Südsudan

Projeknummer

K-SSD-2020-4065

Bezeichnung

Hochwasser Nothilfe in Jonglei, Südsudan

Thema

Flut und Sturm

Träger

Vétérinaires Sans Frontièrs (VSF)

Kontinent

Afrika

Land

Südsudan

Gesamtlaufzeit

15.11.2020 - 14.09.2021

Budget

845.000 Euro

Hintergrund:
Trotz der Unterzeichnung eines Friedensabkommens im September 2018 steht der Südsudan noch immer vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Armut und Unterentwicklung, politische Instabilität und lokale Konflikte über natürliche Ressourcen, widerkehrende heftige Überschwemmungen, ein Ausbruch der Wüstenheuschrecke im Südosten des Landes und die Auswirkungen der Coronapandemie haben die humanitäre Lage der Bevölkerung in 2020 weiter verschärft.
Insgesamt sind 7,5 Millionen Menschen, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, auf humanitäre Hilfe angewiesen und knapp 60 Prozent der Einwohner leiden an der zunehmenden Ernährungskrise. Nachdem es bereits in 2019 zu verheerenden Überschwemmungen kam, verursachten erneute Hochwasser im Herbst 2020 eine Flutkatastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes. Mehr als 850.000 Menschen waren von den Wassermassen betroffen und knapp 400.000 mussten aus ihren Häusern und Hütten fliehen. Infolge dieser Naturkatastrophe ist der Bedarf der Bevölkerung nach Nahrungsmitteln, Unterkünften und Gebrauchsutensilien und Hygieneversorgung immens. Unzählige Menschen stehen vor dem Nichts – eine Krise, die ohne internationale Hilfe nicht überwunden werden kann.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet einen Beitrag zur Ernährungssicherung der von der Flut betroffenen Bevölkerung in Jonglei. 430 Jugendliche nehmen an Cash for Work teil. Sie erhalten Werkzeuge und Ausrüstung und reparieren nach fachlicher Einweisung gebrochene Deiche, die die Gemeinden vor erneuten Hochwassern schützen.
Eine weitere Projektkomponente schützt das Vieh der Bevölkerung, denn es bildet die wichtigste Lebensgrundlage. So werden auf Gemeindeebene 50 Mitarbeiter für Tiergesundheit ausgebildet und das Vieh von mehr als 18.600 Familien geimpft.
Zur Überlebenssicherung der ärmsten Bevölkerungsgruppen werden zudem Bargeldhilfen an 1.730 Haushalte verteilt. Dabei erhält eine Familie von sechs Personen eine einmalige Bargeldhilfe von 235 Euro. Der Betrag ist so berechnet, das damit vier Monate lang die größte Not überstanden werden kann. Die Haushalte können dadurch nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch dringend benötigte Medikamente, Gebrauchsgegenstände oder Materialien zur Reparatur ihrer Unterkünfte beschaffen.

 

 

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