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Jemen

Nothilfe für Vertriebene

Projeknummer

K-YEM-2020-4026

Bezeichnung

Nothilfe für Binnenvertriebene durch multisektorale Geldleistungen und Cash for Work.

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Building Foundation for Development (BFD)

Kontinent

Asien

Land

Jemen

Gesamtlaufzeit

01.04.2020 - 31.01.2021

Budget

503.810 Euro

Hintergrund:
Im Jemen ereignet sich nach UN-Angaben aktuell die größte humanitäre Katastrophe weltweit. Auf dem Welthungerindex belegte das Land im Jahr 2019 den vorletzten Platz. Das Land befindet sich seit Beginn des noch andauernden Bürgerkriegs im Jahr 2015 in einer schweren humanitären Krise, die das Leben, das Wohlergehen und die Grundrechte der Zivilbevölkerung ernsthaft gefährdet. Zehntausende von Menschen wurden seit 2015 getötet oder verletzt, darunter mindestens 17.700 Zivilisten. Mehr als 3 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Der Bürgerkrieg hat zudem massive Schäden an der öffentlichen und zivilen Infrastruktur verursacht.
Seit Januar 2020 ist die Zahl der Vertriebenen aufgrund der jüngsten Kämpfe in den Gouvernements Marib und Al Jawf stark angestiegen, der humanitäre Bedarf ist groß. Viele haben kaum Zugang zu Nahrungsmitteln, Gas zum Kochen oder zu einer sanitären Versorgung. Auch die aufnehmenden Gastgemeinden können ihre Grundbedürfnisse nicht mehr decken.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet Bargeldhilfe für 146 besonders bedürftige Familien. Mehr als 1.000 Personen aus dem Vertriebenen-Camp Al Gofeinah und Marib Stadt können damit ihre Nahrungsmittelbedarfe decken und sich mit weiteren lebensnotwendigen Gütern versorgen. Zu den Begünstigten gehören vor allem Haushalte, die von Frauen geführt werden und keine Möglichkeiten haben, ein Einkommen zu erzielen. Jede Familie erhält sechs Monate lang einen Betrag von 104 Euro. Weitere 335 Familien nehmen an Cash for Work teil. Sie verrichten sechs Monate lang Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten und pflanzen Bäume, um die Lebensbedingungen im Al Gofeinah Camp zu verbessern. Insgesamt profitieren 3.367 Personen von dem Nothilfe-Projekt. Von den verbesserten Lebensbedingungen im Camp profitieren knapp 30.000 Personen.

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