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Syrien

Nothilfe für Vertriebene

Projeknummer

K-SYR-2020-4027

Bezeichnung

Syrien – Bereitstellung von lebensrettenden und lebenserhaltenden Maßnahmen (Shelter/ NFI) für neuvertriebene Binnenvertriebene

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.04.2020 - 31.12.2020

Budget

507.569

Hintergrund:
Im zehnten Jahr der Syrienkrise ist die humanitäre Situation in vielen Regionen anhaltend schlecht. Besonders schwer trifft es ländliche, schlecht erreichbare Gebieten. Sowohl Vertriebenen als auch aufnehmenden Gastgemeinden fehlt es an allem Lebensnotwendigen: Nahrungsmittel, Trinkwasser, ein schützendes Dach über dem Kopf, sanitäre und gesundheitliche Versorgung. Besonders hoch ist der Bedarf an winterfesten Unterkünften. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigen in 2020 5,65 Millionen Menschen eine schützende Unterkunft. Dies ist ein Anstieg um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zehntausende Familien leben in Bauruinen, leeren Schulen und Geschäften oder schlafen unter freiem Himmel auf öffentlichen Plätzen und in Parks. Sie haben keinen Zugang zu Hilfsleistungen und sind ohne Schutz, insbesondere in den kalten Wintermonaten.
Besonders hoch ist auch der Bedarf nach Einkommensmöglichkeiten. So können nach UN Angaben 8,7 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt nicht alleine sichern und greifen zu negativen Bewältigungsstrategien. Dazu gehören beispielsweise reduzierte Mahlzeiten, Kinderarbeit oder die Verheiratung minderjähriger Mädchen.
Die Corona-Pandemie droht die Notsituation zusätzlich zu verschärfen. Auch wenn Syrien im April 2020 erst wenige bestätigte Fälle aufweist, wird wesentlich höhere Dunkelziffer befürchtet. Viele binnenvertriebene Familien sind besonders gefährdet und einem Ausbruch von Infektionskrankheiten nahezu schutzlos ausgeliefert.

Hilfsmaßnahmen:
Um dem Bedarf nach einem schützenden Obdach zu begegnen werden im Rahmen des Projekts 115 Wohneinheiten in zumeist öffentlichen unfertigen Gebäuden rehabilitiert. So werden beispielsweise Wände, Türen und Fenster eingesetzt, Wasserleitungen und Sanitäranlagen installiert, Wassertanks montiert oder elektrische Anschlüsse gewartet.
Zur Stärkung der Einkünfte notleidender Familien können 500 Frauen aus neuvertriebenen Haushalten an Cash for Work teilnehmen. Sie stricken Winterkleidung wie Handschuhe, Mützen und Schals, die im kommenden Winter 2.000 Schulkinder wärmen. 20 Frauen nehmen an Nähkursen teil und nähen zusammen mit 14 ausgebildeten Näherinnen Winterkleidung wie Hosen, Röcke und Jacken. So können anschließend insgesamt 3.500 Sets an Erwachsenenkleidung und 10.000 Sets an Kinderkleidung verteilt werden. 200 neuvertriebene Familien werden zudem mit Bargeldhilfen unterstützt, damit sie ihre grundlegenden, lebensnotwendigen Bedarfe decken können.
In alle Projektaktivitäten werden Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19 integriert. An den Projektstandorten werden in den lokalen Sprachen Informations- und Aufklärungsmaterialien ausgehangen. Handdesinfektionsmittel stehen an den Projektstandorten und bei Verteilungen bereit und es wird auf den notwendigen Abstand zwischen den Personen geachtet. Bei der Rehabilitierung von Wohneinheiten wird ein Schwerpunkt auf funktionierende Wasser- und Sanitäreinrichtungen gelegt, damit die Begünstigten vorbeugende Hygienemaßnahmen ergreifen können.

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