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Äthiopien

Nothilfe für Menschen in Afar

Projeknummer

K-ETH-2021-4074

Bezeichnung

Nothilfe für Binnenvertriebene und Gastgemeinden in den vom Konflikt in Tigray und den Auswirkungen der Dürre betroffenen Gebieten Magaale, Yallo, Eli Da'ar und Dubte in der Region Afar, Äthiopien

Thema

Dürre und Hunger

Träger

Afar Pastoralist Development Association (APDA)

Kontinent

Afrika

Land

Äthiopien

Gesamtlaufzeit

20.08.2021 - 30.06.2022

Budget

200.000 Euro

Hintergrund:
Der seit November 2020 anhaltende Konflikt in der Region Tigray, im Norden Äthiopiens, greift auch auf die angrenzenden Regionen Afar und Amhara über. Die Zivilbevölkerung ist mit zunehmender Ernährungsunsicherheit, Vertreibungen und der Zerstörung ihrer Existenzgrundlagen konfrontiert. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat der Konflikt zu Ernährungsunsicherheit bei mehr als 7 Millionen Menschen geführt. Besonders dramatisch ist die Ernährungssituation der Kinder in der Region: bereits fünf Prozent der Kinder unter fünf Jahren leiden an schwerer Unterernährung, Tendenz steigend. Das macht sie besonders anfällig für Krankheiten. In Distrikten wie Yallo oder Magaale in Afar gibt es jedoch kaum gesundheitliche Versorgung.
Neben den Auswirkungen des Konflikts leiden auch die Hirtengemeinschaften in West-Afar Hunger, weil klimatische Bedingungen Weidemangel verursacht und das Vieh anfällig für übertragbare Krankheiten macht. Viele Ziegen, die Lebensgrundlagen der Hirten, sind so schwach, dass sie kaum noch Milch geben. Das wirkt sich besonders dramatisch auf die Versorgung von Kleinkindern aus, die hauptsächlich mit Ziegenmilch ernährt werden. Jede dritte schwangere oder stillende Mutter ist bereits von Mangelernährung betroffen. Durch unterbrochene Lieferketten und steigende Inflation werden Nahrungsmittel immer schwerer verfügbar. Besonders hart trifft es sehr abgelegene Gemeinden, sie erhalten weder Hilfe von der Regierung noch von Hilfsorganisationen.  

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt leistet Überlebenshilfe für vertriebene und ansässige Familien in den Bezirken Maagale, Yallo, Eli Daar und Dubti, die vom Konflikt betroffen sind. Insgesamt werden mehr als 42.400 Menschen unterstützt: In den Regionen Maagale und Yallo untersucht die Partnerorganisation APDA mehr als 4.500 Kinder unter fünf Jahren auf Mangelernährung. Je nach Diagnose erhalten die Kinder eine Behandlung. Zudem erhalten sie Impfungen gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten. Knapp 1.400 schwangere und stillende Mütter werden auf Unterernährung untersucht und gegebenenfalls mit Zusatznahrung versorgt. Außerdem erhalten 1.200 vertriebene Familien im Bezirk Dubte Hilfe durch Decken, Schlafmatten, Planen und Seile, um eine notdürftige Unterkunft zu errichten.
Die Hirtengemeinschaften in den Bezirken Eli Daar und Bidu werden in der Behandlung ihrer Tiere unterstützt: Während der Projektlaufzeit werden insgesamt mehr als 94.000 tiermedizinische Behandlungen durchgeführt, die den Viehbestand und damit die Existenzgrundlage der Bevölkerung sichern. Wo nicht genügend Weideflächen verfügbar sind, unterstützt die Partnerorganisation zusätzlich mit Futtermitteln wie Luzerneheu, damit sich die Tiere erholen können und wieder Milch geben.

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