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Kolumbien

Nothilfe COVID-19

Projeknummer

K-COL-2020-4039

Bezeichnung

Humanitäre Hilfe für gemischte Migrationsströme aus Venezuela und für KolumbianerInnen, die sich aufgrund der COVID-19-Pandemie in einer Notlage befinden

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Fundación Halü Bienestar Humano (HALÜ)

Kontinent

Amerika

Land

Kolumbien

Gesamtlaufzeit

20.05.2020 - 07.04.2021

Budget

160.000 Euro

Hintergrund:
In Kolumbien trat am 06.03.2020 der erste Fall des COVID-19-Virus auf. Die von der Regierung verhängten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus treffen vor allem die mehr als 1,7 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela schwer. Durch die hohe Inflation bleiben derzeit in der Region Norte de Santander viele Migranten, die sich sonst zwischen beiden Ländern bewegen, in Kolumbien. So befinden sich allein in der Stadt Cúcuta 8000 registrierte Personen, die normalerweise im informellen Sektor ihren Lebensunterhalt verdienen. Durch die Maßnahmen zum Corona-Schutz haben viele keine Möglichkeit mehr, ein Einkommen zu generieren und befinden sich in einer akuten Notlage. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen sind zudem aktuell Versammlungen von über 50 Personen nicht gestattet, was die Schließung vieler Gemeinschaftsküchen, Notunterkünfte und Betreuungseinrichtungen zur Folge hat.

Hilfsmaßnahmen:

Das Projekt leistet einen Beitrag, die von den Covid19-Beschränkungen verursachte Notlage venezolanischer Flüchtlinge in Kolumbien abzumildern. So bekommen 1.200 Personen Bargeldhilfen, die sie für ihre dringendsten Bedarfe einsetzen können. Außerdem erhalten sie Hygiene-Kits, die für zwei Monate ausgelegt sind und Mundschutz, Flüssigseife und Handtücher beinhalten. Pro Haushalt wird zudem eine Person in Hygienepraktiken geschult. Die Höhe der einmaligen Zahlung richtet sich nach der Familiengröße: Ein Einpersonenhaushalt erhält umgerechnet 47,50 €, eine zweiköpfige Familie erhält 70,00 €, eine dreiköpfige Familie erhält 82,50 € und eine vierköpfige Familie erhält 92,50 €. Pro Person wird im Durchschnitt einmalig 27,39 € ausgezahlt. Dieser Betrag orientiert sich an der durch die kolumbianische Regierung festgelegte Höhe für Geldleistungen. Der Betrag ist auf einen Monat ausgerichtet und deckt bei einem Einpersonenhaushalt 100% der Ernährungskosten und 48% der Wohnkosten.
Die alltäglichen Herausforderungen sind für die Begünstigten aufgrund ihres Flüchtlingsstatus und vor dem Hintergrund der Covid-19-Notlage immens. Daher erhalten die Begünstigten auch psychosoziale Betreuung, die vor Ort mit entsprechendem Abstand angeboten wird. 120 weiteren Personen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mobil sind, wird zudem die telefonische Beratung ermöglicht. Insgesamt profitieren 1.320 Personen von dem Projekt, darunter 730 Frauen.

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