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Syrien

Nähen für den Lebensunterhalt

Projeknummer

K-SYR-2021-4028

Bezeichnung

Schutz und Wiederherstellung des Lebensunterhalts für vulnerable Bevölkerungsgruppen

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.04.2021 - 31.12.2021

Budget

363.485 Euro

Hintergrund:
Syrien befindet sich seit 10 Jahren im Bürgerkrieg. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 6,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Die humanitäre Lage verschlechtert sich immer mehr. Derzeit sind 13,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Preise steigen, viele Familien können sich Grundnahrungsmittel und medizinische Versorgung nicht mehr leisten. Sie reduzieren die Anzahl ihrer Mahlzeiten, verzichten auf Medikamente und heizen im Winter kaum mehr. Die ohnehin hohe Arbeitslosigkeit hat sich seit Beginn der Corona-Krise noch verschärft. Besonders betroffen sind Binnenvertriebene. Sie teilen sich die knappen Ressourcen mit verarmten gastgebenden Familien.

Hilfsmaßnahmen:
40 Frauen und Männer erhalten eine sechsmonatige Ausbildung zur Näher*in.  Damit soll ihnen der Start in ein selbständiges Berufsleben und ein eigenes Einkommen ermöglicht werden. 10 Auszubildende bekommen im Anschluss an das Training eine Nähmaschine, Scheren und andere Nähmaterialien zur Verfügung gestellt. Weitere drei Teams, bestehend aus je fünf Auszubildenden, erhalten Bargeldhilfen, um sich selbständig zu machen. Durch Praktika und eine Vernetzung der Begünstigten mit Akteuren aus der lokalen Textilindustrie können sich die Auszubildenden wichtige Kontakte aufbauen. Während des Trainings stellen die Männer und Frauen 10.000 Kleidungsstücke her, die in Flüchtlingslagern verteilt werden. Außerdem werden 108.000 Gesichtsmasken produziert, die im Rahmen einer Covid-19-Aufklärungskampagne an 18.000 Haushalte übergeben werden. Um noch mehr Menschen ein Einkommen zu verschaffen, bietet das Projekt verschiedenen sogenannte Cash for Work-Maßnahmen an. So stricken 200 Frauen gegen Bezahlung Handschule, Schals und Mützen für Schulkinder, die den Winter in unbeheizten Räumlichkeiten verbringen müssen. In einem Gemeindezentrum werden außerdem Schulungen zu verschiedenen Themen angeboten, etwa zu Rechten von Frauen und Kindern, Erziehung oder der Umgang mit Emotionen. Strick- und Nähkurse ergänzen das Angebot.

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