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Kolumbien

Minenschutz und Bildung für Konfliktbetroffene

Projeknummer

K-COL-2021-4032

Bezeichnung

Education in Emergencies for crisis affected communities and Protection and humanitarian assistance to recently displaced people and confined communities in Colombia

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

Tierra de Paz, Benposta, CID

Kontinent

Amerika

Land

Kolumbien

Gesamtlaufzeit

01.05.2021 - 31.03.2022

Budget

888.888 Euro

Drittmittelgeber

Europäische Union (ECHO - Generaldirektion für Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe)

Logo EU Katastrophenschutz

Hintergrund:
Übergriffe durch bewaffnete Gruppen, Vertreibungen, das Abriegeln von Gemeinden sowie Drogenhandel prägen das Leben vieler Dorfbewohner*innen in Kolumbien. Neben der fortwährenden humanitären Krise leiden die Menschen zudem stark unter der Covid-19-Pandemie mit ihren gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Bewaffnete Gruppen nehmen die Pandemie zudem als Vorwand, ihre Kontrolle über bestimmte Gebiete zu verstärken. Es kommt zu gewaltsamen, auch sexuellen, Übergriffen, Zwangsrekrutierungen und Vertreibungen. Minen sind zudem ein großes Problem und bedrohen die Bevölkerung vor allem auf dem Land. Zudem hat sich der Drogenhandel in den letzten Jahren vervielfacht. Gleichzeitig leidet das Bildungssystem unter der Pandemie, weil Angebote stark eingeschränkt wurden. Mehr als 100.000 Jugendliche brachen ihre schulische Laufbahn komplett ab und haben kaum Zukunftsperspektiven.

Hilfsmaßnahmen:
Gemeinsam mit drei lokalen Partnerorganisationen unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Menschen, die besonders stark unter den anhaltenden bewaffneten Konflikten im Land leiden. Ziel des Projekts ist es, den Betroffene Zugang zu Bildung, psychosozialer Unterstützung und Schutz vor lebensgefährlichen Minen zu verschaffen.
Mädchen und Jungen erhalten Nachhilfe, um Lernrückstände aufzuholen und sich wieder in die Schule eingliedern zu können. Lernräume werden saniert, Lehrer, Eltern und Schüler nehmen an Workshops zur Krisenbewältigung teil. Ergänzend werden Lehrer*innen angeleitet, Schutzthemen pädagogisch gut zu vermitteln. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt des Projekts ist der Schutz vor Landminen. Dazu werden in den betroffenen Gemeinden Risikozonen kartiert und durch ein gemeinsames Monitoring der Gemeinden und staatlichen Autoritäten ergänzt. Darin werden alle Vorfälle und Ereignisse erfasst, die mit Minen in Verbindung stehen. Die lokale Bevölkerung wird darin geschult, sich in verminten Gebiet sicher zu bewegen. Eine wichtige Hilfsmaßnahme ist auch die psychosoziale Unterstützung für Opfer von Minenunfällen. Diese erleiden meist schwere Traumata, die alleine kaum bewältigt werden können.
Das Projekt beinhaltet auch einen Nothilfe-Mechanismus, falls Dörfer im Projektgebiet aufgrund der bewaffneten Konflikte erneut abgeriegelt werden. Dazu wird ein Konzept entwickelt, durch das Essensrationen und Hygiene-Kits innerhalb von höchstens drei Tagen zu den Bedürftigen bringt. Insgesamt profitieren von der Hilfe mehr als 13.200 Personen in den Bundesstaaten Cauca, Putomayo, Meta und Guaviare.

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