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Syrien

Menschenwürdiges Wohnen

Projeknummer

K-SYR-2021-4033

Bezeichnung

Syrien – Hilfsmaßnahmen im Bereich städtische (Not-) Unterkünfte und Ernährungssicherheit für vulnerable Bevölkerungsgruppen

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

DKH

Kontinent

Asien

Land

Syrien

Gesamtlaufzeit

01.04. - 31.12.2021

Budget

236.406 Euro

Hintergrund:
Syrien befindet sich seit 10 Jahren im Bürgerkrieg. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 6,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Die humanitäre Lage verschlechtert sich immer mehr. Derzeit sind 13,4 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Preise steigen, über die Hälfte ihres Haushaltseinkommens wenden die Menschen für Nahrung auf. Der Spielraum für andere Ausgaben, wie Miete, Medikamente oder Schulgebühren, wird immer enger. Wohnraum fehlt, da weite Teile des Landes weiterhin in Trümmern liegen. 5,9 Millionen Menschen sind auf Hilfe für einen schützenden Wohnraum angewiesen. Häufig teilen sich mehrere Familien wenige bewohnbare Räume. Platzmangel, mangelnde Privatsphäre und Unsicherheit prägen diese Arrangements.

Hilfsmaßnahmen:
Viele Binnenvertriebene teilen sich die wenigen Ressourcen mit gastgebenenden Familien. Deshalb richtet sich der Fokus des Projekts auf die Unterstützung beider Gruppen. Ziel ist es, 100 unfertige oder beschädigte Wohnungen so zu renovieren, dass sie für die Bewohner*innen eine würdevolle und sichere Unterkunft darstellen. Nachdem die Eigentumsverhältnisse geklärt sich, werden je nach Zustand der Wohnung Wände und PVC-Fenster, Außen- und Innentüren eingesetzt, elektrische Anschlüsse und Wasserleitungen gewartet oder ausgetauscht. Dazu kommt die Installation von Toiletten und Wassertanks. Hintergrund ist, dass häufig viele Familien in wenigen und gemischt-geschlechtlich belegten Zimmern leben. Frauen und Mädchen sind so oftmals schutzlos. Durch den Umbau entsteht mehr Privatsphäre für jede Familie. Die Eigentümer*innen der Wohnungen dürfen im Gegenzug ihre Mieter*innen für mindestens 12 Monate nicht kündigen. Ein „Cash for Work“-Programm ergänzt das Wohnungsprogramm. 250 Frauen und Männer aus vertriebenen und aufnehmenden Familien arbeiten in der Landwirtschaft bei Kleinbauernfamilien, die auf Unterstützung bei der Ernte angewiesen sind. Für drei Monate erhalten die Erntehelfer*innen Arbeitsmittel, wie Masken, Werkzeuge, Handschuhe, Taschen und Leitern, sowie eine Entlohnung von etwa 82 Euro pro Monat. Insgesamt profitieren 2.700 Personen direkt von dem Projekt.

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