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Libanon

Mahlzeiten für Schulkinder

Projeknummer

K-LBN-2021-4002

Bezeichnung

Libanon - Ernährungssicherheit für Schulkinder in Beirut

Thema

Flucht und Vertreibung

Träger

IOCC

Kontinent

Asien

Land

Libanon

Gesamtlaufzeit

01.01.2021 - 31.01.2022

Budget

417.499 Euro

Drittmittelgeber

Sonstige

Hintergrund:
Am 04. August 2020 richtete die verheerende Explosion eines Warenlagers im Hafen von Beirut großflächige Zerstörung an, mindestens 180 Menschen wurden getötet und etwa 6000 verletzt. In dem Hafendepot lagerten seit mehreren Jahren 2750 Tonnen hochexplosives Ammoniumnitrat. Große Teile des Hafens, der für die Versorgung des Landes zentral ist, wurden zerstört oder beschädigt, ebenso die umliegenden Wohngebiete. Nach offiziellen Schätzungen verloren rund 300.000 Menschen ihr Zuhause.
Neben den Nachwirkungen der Explosion leidet der Libanon an den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, einer anhaltenden wirtschaftlichen Depression und politischer Instabilität. Als Folge dieser sich gegenseitig verstärkenden Krisen leiden immer mehr Menschen Hunger. Darüber hinaus hat der Libanon mit 1,5 Millionen Syrerinnen und Syrern und über 200.000 palästinensischen Flüchtlingen den höchsten Pro-Kopf-Anteil an Flüchtlingen in der Welt.

Hilfsmaßnahmen:
Das Projekt verbessert die Ernährungssituation von mehr als 3.000 Schulkindern in Beirut. Begünstigt werden Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 16 Jahren von insgesamt 5 Schulen. Drei Schulen liegen in der Nähe des Hafens, zwei Schulen in etwas abgelegenen Gebieten, in dem besonders arme Menschen wohnen.
Ursprünglich sollten die Kinder durch das Projekt in den Schulen mit Mahlzeiten versorgt werden. Da dies durch pandemiebedingte Schulschließungen nicht gewährleistet werden kann, erhalten die begünstigten Familien Nahrungsmittelpakete, so dass die Familien die Mahlzeiten zu Hause selber zubereiten können. Die Lebensmittel werden lokal beschafft und bestehen größtenteils aus libanesischen Produkten. Schulkinder und ihre Familien holen die Lebensmittel in den Schulen monatlich ab. So werden insgesamt 16.000 Lebensmittel-Pakete über 8 Monate je einmal pro Monat an 2.000 Familien ausgegeben. Die Verteilungen werden von freiwilligen Eltern der Kinder übernommen, die dafür eine Aufwandsentschädigung von 8,40 Euro pro Tag bekommen. Zum Schutz vor Covid-19 erhält jede*r Freiwillige*r einen PCR-Test pro Monat, außerdem finden Corona-Präventionstrainings statt.
Das Projekt wird mit 300.000 Euro durch den Bild hilft e.V./Ein Herz für Kinder gefördert.

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