jetzt spendenspenden
Haiti

Lebensgrundlagen und Katastrophenvorsorge in Grand´Anse

Projeknummer

K-HTI-2019-4041

Bezeichnung

Stärkung der soziökonomischen und umweltbezogenen Fähigkeiten der Basisgemeinden, im Department Grand’Anse, Haiti

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

Foundation Nouvelle Grand´Anse (FNGA)

Kontinent

Amerika

Land

Haiti

Gesamtlaufzeit

20.05.2019 - 31.07.2020

Budget

300.000 Euro

Hintergrung:
Aufgrund seiner geografischen Lage in der Karibik wird Haiti regelmäßig von Hurrikans heimgesucht. Die Departements West, Südost, Süd, Grande-Anse und Nippes waren hiervon in den letzten Jahren am stärksten betroffen. Die Bevölkerung lebt jedes Jahr mit der Angst, von einem Wirbelsturm getroffen zu werden. Die Hurrikane Matthew in 2016 und Irma in 2017 hatten katastrophale Folgen für die Gemeinden in Grand´Anse. Besonders in der bergigen Region von Grand´Anse konnte die Bevölkerung bislang ihre Lebensgrundlagen nicht wiederherstellen. Die Ernährungssituation ist schlecht und die lokalen Katastrophenschutzstrukturen sind nicht in der Lage, die Gemeinden gegenüber künftigen Stürmen ausreichend zu stärken.

Hilfsmaßnahmen:
Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen der von Hurrikan Matthew betroffenen Bevölkerung in den Gemeinden Jéremie und Roseaux zu verbessern. Dazu werden 300 Familien im Bereich Landwirtschaft und Forstwirtschaft geschult. Sie erhalten Saatgut und Stecklinge für Bäume, die künftig der Bodenerosion entgegenwirken sollen und einen natürlichen Schutz vor Erdrutschen bilden. Insgesamt werden 50.000 Setzlinge von Wald- und Obstbäumen im Projekt gezogen und auf den dafür vorbereiteten Flächen angepflanzt.
Eine weitere Projektkomponente dient der Katastrophenvorsorge. So werden für die 300 Familien Notfallpläne erarbeitet, damit sie bei der nächsten Katastrophe handlungsfähig sind und sich besser schützen können. Außerdem werden besonders gefährdete Straßen durch Baumaßnahmen stabilisiert, damit die Bevölkerung in Notsituationen versorgt werden kann. 3.480 Personen profitieren direkt von den Hilfsmaßnahmen. Durch die Baumaßnahmen und den Erosionsschutz profitiert jedoch die gesamte Bevölkerung der Region.
Um die auf die Herausforderung der Corona-Pandemie zu reagieren, hat die Diakonie Katastrophenhilfe die Projektlaufzeit um weitere zwei Monate verlängert. Ein auf Hygienefragen spezialisiertes Team der Partnerorganisation FNGA besucht 750 Familien in abgelegenen Gebieten und schult sie in dem Bau von einfachen Handwasch-Stationen, den sogenannten Tippy Taps. Außerdem werden an 1050 Familien Hygiene-Kits verteilt, die auch je 250 Gramm Seife enthalten. Ergänzend wird die Bevölkerung über Lautsprecher zur Einhaltung der Hygieneregeln sensibilisiert.
 

 

 

 

Zurück