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Haiti

Lebensgrundlagen und Katastrophenvorsorge in Bainet

Projeknummer

K-HTI-2019-4020

Bezeichnung

Stärkung der lokalen Akteure im Bereich Katastrophenvorsorge und Rehabilitation der landwirtschaftlichen Produktion nach Hurrikan Matthew, Bainet, Haiti

Thema

(Katastrophen-)Vorsorge

Träger

ATEPASE

Kontinent

Amerika

Land

Haiti

Gesamtlaufzeit

15.03.2019 - 15.05.2020

Budget

226.375 Euro

Hintergrund:
Aufgrund seiner geografischen Lage in der Karibik wird Haiti regelmäßig von Hurrikans heimgesucht. Die Departements West, Südost, Süd, Grande-Anse und Nippes waren hiervon in den letzten Jahren am stärksten betroffen. Die Bevölkerung lebt jedes Jahr mit der Angst, von einem Wirbelsturm getroffen zu werden. Der Hurrikan Matthew in 2016 hatte katastrophale Folgen für die Gemeinde Bainet im Departement Südost. Die landwirtschaftlichen Flächen von mehr als 2.000 Bauern wurden beschädigt oder zerstört, mehr als 1.700 Nutztiere starben. Die Gemeinde konnte sich bis heute nicht von den negativen Folgen der Katastrophe erholen. Zudem erschweren ausbleibende Niederschläge die Nahrungsmittelproduktion und verknappen das Futter für die Nutztiere – eine Ernährungskrise breitet sich aus.

Hilfsmaßnahmen:
Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen der von Hurrikan Matthew betroffenen Bevölkerung in Bainet zu verbessern.  So wird insgesamt 400 Familien dabei geholfen, ihre landwirtschaftliche Lebensgrundlage wieder herzustellen. Auf 24 Versuchsflächen werden 200 Familien in Anbautechniken geschult. Um mit der eigenen Produktion zu beginnen, erhalten sie insgesamt 10.000 Maniok-Stecklinge, 10.000 Süßkartoffelstecklinge, 4.000 Yamswurzeln sowie Bohnensaatgut. Weitere 200 Familien erhalten jeweils zwei Ziegen und werden in der Nutztierzucht geschult. Zur Sicherung des Zuchterfolgs werden 16 Personen als Veterinärpersonal ausgebildet und mit Veterinärmedizin ausgestattet.
Eine weitere Projektkomponente dient der Katastrophenvorsorge, damit sich die Bevölkerung von Bainet besser vor künftigen Katastrophen schützen kann. Das lokale Katastrophenpräventionskomitee wird geschult und das örtliche Katastrophenzentrum im Informationsmanagement weitergebildet. Zudem werden 75 Quadratmeter Trockenmauern errichtet, die die Gemeinde bei starken Regenfällen vor Erosion schützen. Insgesamt profitieren 535 Familien von dem Projekt, das entspricht rund 3.745 Personen.  

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